den müssen, ist es zur Zeit leider nicht möglich, mit Aussicht auf Erfolg für die WeiterFührung der Zeitschriften der 8enckenbergisohen haturforschenden Gesellschaft einzutreten. Es kann lediglich vorge= merkt werden, daß bei der im Frühjahr zur erwartenden endgültigen Entscheidung über die verbleibenden Zeitschriften Ihre Anliegen nach Möglichkeit berücksichtigt weruen."
Ich ersehe daraus, dass ein Versuch zur Aufhebung der Entscheidung bei der Reichspres'sekammer - der m-E- doch unter Hinweis auf das vorgekommene, auf Unken n tnis beruhende Versehen sehr leicht gewesen wäre - überhaupt nicht unternommen worden ist. Auf den Vorschlag von Herrn Dr.GRIEWANK, die Frühjahrs-Entscheidung abzuwarten, kann unu darf ich im Interesse der deutschen Wissenschaft nicht ein= gehen, Würae ich dies tun, wurde ich das Erscheinen der Veröffentlichungen vielleicht überhaupt unmöglich machen. Im Hinblick auf die unserer Gesellschaft übertragenen Aufgaben, fühle ich mich verpflichtet , alle meine Kräfte für uas ununterbrochene Leiter-Erscheinen der Zeitschriften einzüsetzen.
.Ich lasse Ihnen anbei eine Abschrift meiner Eingabe zugehen, hie ersehen daraus, daß ich mich, auch auf hie berufen habe und hoffe, zuversichtlich, daß. Sie dem Gesagten.zustimmen können.
Ich wäre Ihnen sehr zu,bank verpflichtet, wenn hie mir in meiner schwierigen Lage Ihren kraftvollen Arm zur Verfügung stellen un djffift. Herrn Lr.FISCHER schreiben würden. , . ... . ^
Lurch die Abwesenheit von Herrn Prof.RICHTER- ruht auf meinen Schultern die gesamte Verantwortung für das Wohl und'Vehe unserer von,GOETHE gegründeten Gesellschaft und ich fühle mich dadurch um so mehr verpflichtet, das anvertraute kostbare Gut. im Sinne von Prof. ■RICHTER-, zu hüten. Nach Rückkehr vor.Prof.RICHTER möchte.ich diesem mit gutem Gewissen gegenüber treten können.
Wenn Sie mir in dieser Notlage'helfend zur Seite stehen, bin ich überzeugt, daß ich das Ziel erreichen werde.
Heil Hitler! .
SEN CKENBERGISCEE NATÜFFORSCHENDE GESELLSCHAFT
Prof.Dr.H.Th* R euling