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Herrn
Prof-Dr.Ö. BEURLEN ( 15b) München Arcis-Strasse 65
6.11.1944
Sehr verehrter Herr Professor! .
Aus Ihrem Schreiben an Frau Prof.RICHTER ersehe ich die Anteil« nähme, die Sie an aem tragischen Schicksal von Herrn Prof.RICHTER nehmen. Dieser erneute Beweis der Verbundenheit gibt mir den Mut,
Sie in einer unsere Zeitschriften betreffenden Angelegenheit, um ihren Rat una Ihre.Hilfe zu bitten.
im Zuge der Einschränkungen der Zeitschriften bekamen wir Anfang September von der Reichspressekammer die Mitteilung, dass unsere Senokenberg-Zeitschriften ihr Erscheinen am 1.10.1944 einzustellen hätten. Ufcber ein anfälliges Weiter-Er.scheine.n würde im März nächsten wahres entschieden.
Im Hinblick auf die unserem Institut anläßlich der Besprechung am 19.6.1945 in Berlin zugewiesenen Aufgaben auf dem Gebiet der Mikr.opaläontologie und der uns daraufhin übertragenen Forschungs- Aufträge mit Dringlichkeitsstufe SS, 'fühlte ich mich verpflichtet, gegen die Entscheidung Einspruch zu erheben. Ich bin nach Berlin gefahren una habe den zuständigen Bearbeiten leider zwischen zwei Besprechungen nur fernmündlich sprechen können. Hierbei erfuhr ich, daß die weitererscheinenden naturwissenschaftlichen Zeitschriften im Einvernehmen una nach Anhören des Rfcähhsforschungsrates bestimmt worden seien. Daraufhin bin ich bei Herrn Dr.FISCHER vorstellig geworden, der mir' mitteilte, daß die betreffende Verhandlung während seines Urlaubs stattgefunden und Herr Dr.GRIEWANK als Vertreter des Reichsfcrschungsrates daran teilgenommen habe.
Bei der Beratung ist leider nicht in gebührender V.eise auf die Bedeutung una Wichtigkeit unserer Zeitschriften aufmerksam gemacht und vor allem nicht auf die uns vom Bevollmächtigten für die Mineral« Ölforschung zugewiesenen Forschungs-Aufträge hingewiesen worden.
Auf Gruna dieser Unkenntnis der Sachlage ist die, unsere Gesellschaft hart treffende Fehl-Entscheiaung zustande gekommen. Obwohl Herr Dr.FISCHER auf die Schwierigkeiten hinwies, sah er die Hotwendigkeit eines Einspruches ein una bat mich, ihm ein Schreiben mit eingehender Begründung zuzuleiten.
Diesem überaus verständnisvollen una dankenswerten Vorschlag bin ich selbstverständlich nachgekommen und habe am 9.9.1944 Dr. FISCHER aas Schreiben zur befürwortenden Weiterleitung an die Reichs pressekammer zugesanat.
ich erhielt daraufhin vor einigen Tagen von Herrn Dr.GRIEWANK das nacnsteüenae Schreiben»
"Da zur Zeit senr starke Einschränkungen im Zeitschriftenwesen unvermeidlich sind una selbst um die kriegswichtigste* 1 Veröffentlich ungen lebhafte und zum Teil noch unentschiedene Kämpfe geführt wer
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