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A b s c h r i f t

Der Stadtkämm^rer /50

26.August 1944,

An die

Administration der

Dr.Senckenbergisehen Stiftung

Frankfurt a.M.

Nibelungenallee 37/41, z.Hdn. des Herrn Dr. de Bary

Sehr geehrter Herr Doktor!

Haben Sie besten Dank für Ihren Brief vom 23.6.44 nebst Anlage vom 22.8. Wenn die Stiftung mit Herrn Dr.Keller eine Verabredung getroffen hat, so halte iah es für selbstverständlich, dass diese Verabredung respektiert wird. Ich habe auch die erwähnte Bleistift- Notiz mit Bedenken gelesen* bin Jedoch über sie hinweggegangen, da ich diese Anregung für nicht akut halte. Die Dinge liegen doch sc: Die Unterbringung .er Senckenberg-Bibliothek ist leidlich erhalten, ist jedenfalls mit verhältnismässig geringen Mitteln wiederherzustellen.

Die Stadtbibiiothek hat überhaupt keine Unterbringung mehr. Fürs Erste ist es also selbstverständlich, dass die Senckenberg-Bibliothek in ihren Räumen bleibt und selbstständig Arbeitet. Wie so'te überhaupt eins »Vereinigung» vor sich gehen? Wo ist das Lokal, in dem dis »Vereinigung» stattfinden sollte? Real ist doch nur die Verabredung mit Dr.Keller für die Zeit des Neuaufbaus des Bibliotheksgebäudes. Bis dahin kann an der Selbstständigkeit der Senckenberg-Bibliothek, selbst wenn man es anders wollte,, garnichts geändert werden.

Nebenbei müchte ch bemerken, dass ich solche Erwägungen im Augenblick für nicht fruchtbar halte. Wir haben zurzeit wirklich andere Sorgen.

E) bin ich

Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung und Heil Hitler! Ihr »enr ei'geoener

2. In Abr^-rift H»^rr Prof.Richter