Dresden, den 30.Juli 1939.

Johanna Kühn scherf Dresden-A.l.

Gr.Jlau.9n 3 ohe Str. 20.Hh. II.

An das

Natur - Museum Senokanberg

Herrn

Prof. Dr.R.Rioht 8r

F r a n k i u r t a.M.

Sen okenberg-Anlage 25.

Sehr geehrter Herr Professor.

Mein Vater war in Begriff seine sämtlichen Samm­lungen noch einmal durch zu gehen und insbesondere die Herkunft der Objekte festzulegen, wofür er, wie bereit s bei den Mineralien begon­nen, der vornehmen Wirkung halber gedruckte Etiketten verwenden wollte. F.r hatte ein so erstaunliches Gedächtnis, dass er jedes Stück seiner Sammlung genau kannte und ohne Zögern den Fundort an­geben konnte, sofern es ihm selbst möglich war, denn einiges hat er ja auch erhalten, wovon er die Fundstellen nicht erfahren konn­te. Leider setzte der Tod der begonnenen Arbeit ein Ende. Da ich meinem Vater viel in den Sammlungen half,habe ich mich bemüht, bei Uebersendung der Sammlung Ihnen das bereits vorhandene Schriftliche möglichst klar zu bezeichnen. Ich bitte Sie, daraufhin doch ein­mal die mitgesandten Listen , Schrank-Auf st ellungen, Zettel und Notizen miteinander zu vergleichen. Manche Zettel sind mit der Nummer des dazugehörigen Stück es versehen, es war aus irgendeinem Grunde nicht möglich sie direkt zum Stück zu packen, z.B. wegen der Grösse desselben, sojbei den ganz grossen Gerollen und Conglo- meraten, dem Riesenammonit von Ilundorf, den versteinert en Bäumst äm- von Chemnitz, u.a.

Auch geht z.B

daraus hervor, dass die Petrefakten,