.7*August 1923
Lieber Rerr Marten!
Ich habe längere ?eit nichts von Ihnen gehört und. vieles auch nicht wie die P^stbeforderung nach Ihren schonen friedlichen Tale ist, wo Sie mit Ihrer pamilie und Pr ,f. Seit 2 Schmetterlinge fangen.So weise ich auch noch nichts über das Schicksal unserer Berichte, die wir im Juli an Sie schickten und deshalb möchte ich gern wieder einmal ein Lebenszeichen■geben. Es wird Ihnen' sicher gut gehn und von Prof Seitz dürfen wir wohl das gleiche hoffen, da wir noch nicht das mindeste von Ihm gehört haben. Es ist aber noch etwas anderes, was ich Ihnen gern schreiben wollte. Sie entsinnen sich, dass'ich ira Oktober wieder nach Spanien gehen wollte, um die dringend notwendige Ergänzung unseres Reservefonds beim Banco Aleman in Madrid und an anderen Orten zu versuchen.
Das ist nun durchkreuzt worden, indem mir ein Freund unserer Gesellschaft eine Fahrkarte nach Newyork und zurück geschenkt hat, sodass „ich.wohl anfang Oktober die Reise über das grosse Wasser antreten werde". Wie der Erfolf drüben wird, kann ich natürlich garnicht vorher sagen und schon deswegen, 'hauptsächlich aber, weil Spanien mir das erste ual sc ausserordentlich geholfen hat, mochte ich die Reise nach Spanien nicht aufgeben, .-sondern nur verschieben Wenn möglich würde ich nach Schluss des Wintersemesters, also etwa anfang Marz die Reise antreten und habe auch bei ULMANN angefragt, ob dieser Zeitpunkt angemessen ist. Auch Sie mochte ich gern fragen, ob Sie glauben, dass ich dann in Spanien etwas erreichen kann und-ob ich meinen Plan ausser auf Madrid auch auf