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de Lamperez (La vida es sueno y los diez Segismundos de Calde- rön), Excmo. Sr. Conde de las Navas (El chascarrillo andaluz). Nach Möglichkeit werden die Vorträge gedruckt, Auszüge erscheinen schon jetzt regelmässig in den grossen Madrider Tageszeitungen «A B C», «El Debate», «La Libertad», «El Sol», u. a., die den Veran­staltungen stets eine wohlwollende Berichterstattung gewähren.

Von grosser Wichtigkeit ist der Aufbau einer deutschen wissen­schaftlichen Bibliothek in Madrid, da deutsche Literatur in den dortigen Bibliotheken fast vollständig fehlt. Durch Käufe, Ge­schenke, leihweise Lieberlassung ist ein schöner Anfang gemacht. In entgegenkommender Weise leiht die preussische Staatsbibliothek spanischen Gelehrten durch die Arbeitsstelle deutsche Bücher. Den deutschen Bibliotheken sind für spanische Büchereinkäufe Ermäs- sigungen vermittelt, die dauernd in Anspruch genommen werden. Der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft wurden neue Tauschbeziehungen angeknüpft, alte erhalten. So bringt jeder Tag die vielseitigsten Anforderungen, von denen nur einige Hauptpunkte herausgehoben werden konnten.

Damit hat die Arbeitsstelle binnen Jahresfrist ihr Programm durchgeführt und sich als aktives Glied in das Madrider Geistesleben eingefuegt, vielfachen Dank gefunden bei Spaniern und Deutschen. Der im Dezember 1925 verstorbene greise Staatsmann D. Antonio Maura widmete kurz vor seinem Tode der Arbeitsstelle einige Zeilen, die kurz und klar den tieferen Sinn des Centro de intercambio inte- lectual germano-espanol zum Ausdruck bringen: «La ocasiön actual agranda mucho la conveniencia y la oportunidad de la obra por el Centro acometida. Los estragos que la pasada execrable guerra causö en lo inmaterial son menores que las de indole econömiea, y entre aquellos se ha de evitar un retroceso funesto y enorme de la compenetraciön internacional, en todos los ördenes: cientificos, literarios y artisticos que se habia conseguido basta el ano 1914. Por mucho que las fronteras pollticas, industriales o mercantiles se hubiesen encrespado y erizado, el ämbito luminoso de la cultura espiritual habia alcanzado una comunidad noble y alentadora, que vimos desgarrarse subita y lastimosamente. Favorecer la cicatriza- ciön, renovar las fibras de aquel tejido, ha de parecer ahora mäs