Obwohl die aeusserst geringen Mittel, die den Anfang der Ar­beitsstelle ermöglichten, von den Traegern der Idee grosse Opfer an Zeit und Arbeitskraft verlangten, stellte sie sich folgende Haupt­aufgaben, die im Rahmen des Möglichen binnen Jahresfrist gelöst wurden:

1) Informationen wissenschaftlicher Art auf mündlichem und schriftlichem Wege an deutsche und spanische Intellektuelle.

2) Deutsche und spanische Kurse.

3) Deutsche und spanische Vorträge.

4) Aufbau einer wissenschaftlichen Bibliothek.

Der deutsche Akademiker, der zu Studienzwecken Madrid be­sucht, der Spanier, der in der gleichen Absicht nach Deutschland geht, beide finden in der Calle de Fortuny 15 schnelle sachgemäße Auskunft über die wissenschaftlichen Einrichtungen und Hilfsmittel mit Einführungen jeder benötigten Art, worauf der Spanier durch offiziöse Pressenotiz des spanischen Auswärtigen Amtes hingewiesen wurde. Die Zahl der erledigten mündlichen und schriftlichen Anfra­gen wuchs schnell und beständig.

Der Ausbau der Tätigkeit passte sich stets vorhandenen Be­dürfnissen an. Auf Wunsch wurden spanische Kurse eingerichtet und dafür der langjährige Leiter der praktischen Hebungen der Aus- laenderkurse der Junta para ampliaciön de estudios, D. Federico Ruiz Morcuende, gewonnen. Diese Kurse bieten spanische Phonetik, Lektüre, Konversation, Literaturgeschichte, stilistische Hausauf­gaben, zu Zeiten, wo die Junta oder die Sociedad de Menendez Pe- layo in Santander keinen Kursus abhalten, d. h. April bis Juni oder in den Frühjahrsferien der deutschen Universitäten März-April, zumal diese Monate für einen Studienaufenthalt in Madrid klima­tisch und intellektuell am günstigsten liegen. In den übrigen Mo­naten Oktober bis März bilden die praktischen Hebungen in Aus­sprache, Lektüre und Konversation eine erwünschte Erweiterung für die deutschen Hörer an der Universität und die Teilnehmer der Junta-Kurse. So wird mit allen Centren des Madrider Geistesleben kombinierte Zusammenarbeit angestrebt.An den Kursen der Arbeitsstelle nahmen bisher 98 Damen und Herren teil, die in Grup­pen von 10-12 Personen unterrichtet wurden. Damit ist der Beweis