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1.Tätigkeitsbericht der Arbeitsstelle für deutschspanische Wissenschaftsbeziehungen
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(Centro de infercambio intelectual germano-espafiol) in Madrid.—Fortuny, 15
Kunst und Wissenschaft sind die einzigen uneigennützigen völkerverbindenden Kräfte und berufen als ausgleichendes Gegengewicht zu wirken gegenüber dem Widerstreit politischer und kommerzieller Interessen der Nationen. Im rein Geistigen können sich die Vertreter verschiedener Sprachen und Kulturen am leichtesten finden. Die Erkenntnis der wachsenden geistigen Bedeutung des hispano-amerikanischen Kulturkreises erzeugte vor etwa 10 Jahren den Plan eines deutschen Institutes in Madrid, dem historischen Mittelpunkt der spanischen Welt. Anfang 1925 wurde er dank der Initiative des deutschen Botschafters, Freiherr Langwerth von Simmern, schliesslich ausgeführt, den vielfach veränderten Verhältnissen entsprechend in bescheidenen Ausmassen als Arbeitsstelle für deutsch-spanische Wissenschaftsbeziehungen —Centro de Intercambio intelectual germano-espanol, wie sie deutlicher auf Spanisch heisst. Mit der älteren Schwester, der Deutschen Wissenschaftlichen Vermittlungsstelle in Barcelona, wurde sogleich eine enge freundnachbarliche Zusammenarbeit verabredet, in der Weise, dass das catalanische Sprachgebiet einschliesslich Valencia, dazu Aragonien von Barcelona, die übrigen Regionen von Madrid aus versorgt werden. Diese Arbeitsteilung hat sich gut bewährt. (Lieber die Deutsche Wissenschftliche Vermittlungsstelle in Barcelona berichtete Dr. Hans Praesent in der Minerva— Zeitschrift I (1924), Heft 3, 8. 92-95.)