26. Sevt-rber '<222

Sohr 5 .-ehrter Herr Gr^msch!

Wenn nan, wie ich, reit drei Jahren iram;r und innrer vrieder an Deutsche im Inland, und in Ausland schreibt, um Hilfe für unser Museum zu bekommen, wenn nan so manchen Brief, auf den keine Antwort kommt, als v^r^eolich bezeichnen muss, sc ist es einebe.sc ndere Freude ,1 einmal aus der perne einen Gruss zu bekommen, der zeigt, dass es noch ule ns ciien gibt, die von selbst an die Not des Vaterlandes denken und helfen wollen. Ich mochte Ihnen gleich antworten und tue das vielleicht am einfachsten, indem ich Ihnen ein Programm unserer vorjährigen Winter veranst&ltu .gen, mit einem Werteschrei den schicke. Im gleichen Sinne- wie dieses Programm sind alle unsere Winterveransteltu.egen gehalten, und sie sehen daraus, dass trotz aller Not unsere- Gesellschaft it äusserster Anstrengung die Ziele weiter verfolgt, wie seit über hundert Jahren,

Meine Hauptsorge war und ist es, unsere laufenden Einkünfte zu steigern. Unsere Gesellschaft, die aus Frankfurtern Bürgern b:steht zahlte vor drei Jahren etwa 1200 Mitglieder, heute- sind es 6000, ver Mitgliedbeitrag der früher 20 Mark betrug, ist heute auf 100 Mark gestiegen. Trotz aller Kraft aber, die,wir auf diese Werbetätigkeit verwenden, zeigt sich innrer wieder, dass der -Wert her Mark noch viel schneller sinkt, als unsere Einkünfte steigen. Wir brauchen unsere Einkünfte -nicht,, um grossartige neue Erwerbungen'zu. machen, sondern lediglich zur Erhaltung dessen, w^s unsere.Verfahren geschaffen ' üben, und zur Bezahlung, unserer wenigen Angestellten, die ; nicht-Aun. r-n seilen,- Acer selbst dazu reichen die Mittel nicht mehr aus.