; 3. Hai 1923
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Sehr geehrter xorr Freitag! ' t
Ihr freundlicher Brief vom 30. Mörz kommt heute in meine Hund und ich mochte Ihnen gleich für das Schreiben und für den eingelegten Scheck herzlich danken. Wir freuen uns, dass druoen ein sc v; armes Herz für unser notleidendes V&t rland und seine Wissenceiu ft b steht, wie wir ja aus den zeitun^en fast täglich hören und nun am eigenen Leibe erfahren. Villeicht haben Sie die Freundlichkeit, auch den beiden anderen zerren KEHL und PETEKS bestens zu danken, da Sie uns keine Adressen mitgeteilt haben. Wir wissen ganz genau, dass vor uns noch eine sehr schwere und harte zeit liegt, wir v;is:en auch, dass unsere Kämpfe einen recht ungewissen A^sgrng haben. Aber ich meine, wenn Jeder tut, was er kann, um zu erhalten, was unsere väter* schufen, dann muss das Ganze bestehen bleiben, bis bessere Zeiten kommen.
Unsere Gesellschaft w rd jedenfalls nie vergessen, wer ihr in der Gegenwart zu Hülfe gekommen ist. Wir buchen Ihren Scheck also, wie Sie angegeben haben, zwei als Jahresbeiträge der wrren KEHL und PETERS und 1 als einmalige Gabe von Ihnen, wobei wir* uns ganz besonders darüber freuen, dass alle drei Herren als Mitglieder beitreten wollen. Unsere Zeitschrift wird Ihnen regelmässig zugehen, das erste Heft vorau-sichtlich im Juni und wir bitten um die Erlaubnis, dass wir die drei _efte an Ihre Adresse schicken dürfen. Wenn Sie nun noch für uns werben können und unter Ihren Freundn und Bekannten