15.Mai 1923
Sehr geehrter Herr Roentschl
Ich danke Ihnen sehr für* Ihren freundlichen Brief und freue mich* da s Sie sich entschlossen haben, Mitglied unserer Gesellschaft zu erden. Wir begrüseen Ihre Hilfe in unseren Kampfe mit grösster Freude als ein Zeichen des warnen Gedenkens für unsere Not drüben auf der anderen Seite. Ich verstehe sehr gut, dass es Ihnen nicht Eicgl ch ist, für uns zu werben und verstehe auch, dass die Gegenwart weniger Zcls je geeignet ist, um eine, offizielle Werbung hinausgehen zu lassen. Das Ruhrgebiet nimmt alle Kräfte sehr stark in Anspruch und wir werden uns deshalb einstweilen auch nicht an den Verband deutscher Reichsungehöriger dort wenden. Denn wir sehen trotz aller eigenen Not sehr wohl ein, dass hier ein Interesse von ganz Deutschland vorliegt und dass dieses vorangehen muss. Dagegen dürfen wir wohl an die von Ihnen aufgegebenen Adressen, ganz besonders an die Frankfurter die Bitte richten, Mitglied unserer Gesellschaft zu werden, da der Betrag, um den. wir bitten, ja tatsächlich kein zu hoher ist.
Das soll in der nächsten Zeit geschehen und wenn es Ihnen möglich ist, unsere Bitte irgendwo persönlich zu unterstützen, sc waren wir sehr dankbar. Wir werden Ihren Namen aber in unserem Werbeschreiben nicht erwähnen. Haben Sie nochmals vielen Dank, dass Sie uns zu Hilfe gekommen sind.
Mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr sehr ergebener