8. April 1930
Lieber VI an d erar!
T ch danke Ihnen vielmals für die nette kleine Bildermappe, die ich mit Vergnügen durchgesehen habe. Nun sind aber bei uns Mammutfunde, sie nicht mehr liefern als etwa ein paar Knochen, oder ein Becken, einen Unterkiefer oder dergleichen, so alltäglich dass das für unsere peser kein w eit ergehendes Interesse bietet.
Ich hatte an ein Mammut wie das pelix’sche gedacht. So hat also diesmal die »^ammutjagd» kein grosses Intresse für uns, und lediglich die Freude für mich bedeutet, das hübsche ADbum zu sehen. Uber museale Dinge habe Ich meine Meinung noch nicht geändert, und werde sie wohl auch nicht ändern, denn Ihre Ausstellung ist entschieden gut. Ich freue mich darauf, dass ich diese gerade an dem Novembertag Wiedersehen kann, wo ich dort spreche. Anforderungen? Ich bekomme hier rund 200 Mark pro Vortrag, werde aber nicht muxen, wenn Dresden nicht ganz so viel ausgiebt. Das Thema:
Ich möchte gern, -.venn ich irgendwo spreche, dass ich den Freunden am Platze in irgendeiner Form helfe. Wäre Ihnen das Thema » »Museum und Volksbildung» oder anders gefasst »Das Museum als Bindeglief zwischen Hochschule und Volk» willkommen? ich brauche dabei keine Lichtbilder, und da ich am 12. November in Leipzig
über ein sehr nahe verwandtes Thema spreche, auch t^eine besondere
\
Vorbereitung. Dass mich das HygieneMuseum sehr lockt, werden Sie