13.November 1931

Sehr geehrter Herr Amtsgerichtsrat!

Ich danke Ihnen sehr, dass Sie die Hefte weiterge­geben haben nnu uns überhaupt in Bad 8anheim etwas 'weiterhelfen wollen. Wenn Sie uns einzelne harnen nennen werden, so werden diesen sehr gerne unser Werbematerial zugehen lassen. Dagegen scheint mir, dass in der Gegenwart , in der Jeder mit seinen eigenen Sorgen reichlich zu tun hat, ein Werbevortrag kaum einen Erfolg haben kann. Ich persönlich habe erst vor Kurzem in Bad Nauheim gesprochen und von den übrigen Herren unseres Museums würde zwar gelegentlich gern ein belehrender Vortrag gehalten werden, ohne dass diese allerdings auf eine Werbetätigkeit eingehen könnten. Wenn es Ihrer Gesellschaft daran liegt, einen solchen Vortrag zu haben, so kann ich Ihnen gern behilflich sein.

Ich fürchte, dass wir andere Zeiten abwarten müssen, um in Bad Nauheim erfolgreich für eine Unterstützung von Frankfurl werben zu können.

Mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr sehr ergebener

ir'of. Dr. F. Drevermann