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ala es die Tagungen bisher hatten.
In der Oeffentlichkeit verlieren die Tagungen schon dadurch an Gewicht, dass manchmal in einem Jahre 2 Tagungen verschiedener Gruppen des Museumsbundes zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten stattfinden, und die dem Museumsbund fernstehenden Kreise können unmöglich wissen, was denn eigentlich der Museumsbund ist. Die einzelnen Gruppen erscheinen immer mehr oder weniger als Vertreter besc*^^- rer Interessen, die einem^dem Gedanken der erziehlichen Aufgabe der Museen abseits liegenden Gebiete angehören.
Ich hatte diesen Gedanken mit Herrn Zimmer durchgesprochen, er war aber durchaus abgeneigt und stützte sich immer auf Beschlüsse und Satzungen, die nun einmal da wären, und die man nicht ändern dürfe. Ich kann mich mit solchen Gedankengängen nicht befreunden, denn schliesslich sind die Satzungen und Statuten doch nur da, um eine möglichst starke Wirkung zu verbürgen; und wenn sich Fehler heraussteilen, so müssen eben die Satzungen geändert werden.
Ich weiss nicht, wie Sie zu der Organisation des Museumsbundes stehen, kann mir aber aus Ihrer Einstellung zu den Aufgaben eines Museums denken, dass Sie ähnliche Gedanken haben und wäre Ihnen für eine Mitteilung dankbar, ob Sie in diesem Sinne unter Umständen meine an den Vorstand des Museumsbundes gerichteten Anregungen unterstützen würden. Sie finden diese "Anregungen" in der Anlage. Ich habe leider nur dieses eine Exemplar und bitte Sie dringend, mir dasselbe nach Durchsicht wieder zurückzusenden, da ich es noch weiter verwerten möchte.
Mit freundlichen Griissen und dem herzlichen Wunsch, dass Sie im neuen Jahre mit Ihrer schönen Zeitschrift weitere Erfolge haben, bin ich Ihr sehr ergebener