Schonberg i.Ts. den 21.II.19ZL

Lieber Herr v. Frisch!

Vielen Dan!: für Ihr freundliches Schreiben vom 18. Fe­bruar und Ihre schmeichelhaften Worte über meinen Plan. Auch ein Teilgelingen vrürde wahrscheinlich die Schausammlungen aus ihrem Dornröschenschlaf aufwecken- und das wäre ja immerhin etwas Gutes.

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Ich bin Ihnen besonders dankbar für die Liste, die Sie mir geschickt haben, wobei ich vielleicht zu den »Älteren, geistig jungen» auch Sie zahlen darf. Denn ich werde das Gefühl nicht los, dass bei Ihnen eine solche Fülle von Mitteilungskraft vorhanden ist, dass Sie von Zeit zu Zeit ausser Ihren wissenschaftlichen Arbeiten kleine wertvolle Beobachtungen, 2 .3. auch methodischer Art, bringen können, wenn Sie sehen, dass eine Zeitschrift nicht einfach als Verlagsunternehmen verdienen, sondern Nutzen bringen will.

Die Adresse ist: Geheimrat Dr. A. v. Weinberg Raus Buchenrode, Forsthausstr., Frankfurt/Main. 3s wird ihn freuen, wenn es Ihnen bei ihm gefallen hat. Ich darf in diesem Zusammenhang noch einmal darauf surückkommen, was Sie mir über Ihre Sorgen sagten. Geld zu erbitten, ist, wie Ihnen jeder gewerbsmässige Schnorrer bestätigen vrird, in der Gegenwart ausgeschlossen. Ifenn Sie dagegen das Rockefellergeld für den Bau ausgeben und nun bestimmte Firmen mobil machen, dass sie Ihnen Finriehtungsgegenstände und dergleichen kostenlos oder zum Selbstkostenpreis bauen und liefern, so scheint mir das der richtige Weg zu sein. Ich würde mich heute verpflichten, durch den Druck auf alle Firmen, die bauen, jeden Bau 10 % billiger zu bauen, als der Voranschlag lautet. Haben Sie nicht irgendeinen