von den schönen Tagen und Wochen in der Eifel, vor allem in Eurem lie­hen Heim gesprochen. Wie weit liegt das All~s zurück! Die Kriegsereig» nisse lassen dies alles als bereits ewig zurückliegend empfinden.Wann wird man wieder einmal über seine Zeit persönlich frei verfügen können? Ich fürchte, es wird noch einige Zeit darüber in das Land gehen. Bis dahin kann man nur von der lieb gewordenen, zweiten Heimat, von meinem Königreich in der Eifel, wie Prof.RICHTER immer zu sagen pdlegt, träu­men.

Unser Museum würdest Du heute nicht mehr erkennen. Die gesamte SchauSammlung, der Lichthof und die beiden obersten Stockwerke sind restlos leer. Alle Sammlungen und Schaustücke sind in von 1^39 bis 1941 errichteten Kellern bezw. in den bunkerartig ausgebauten Erd^|- schosswRäumen untergebracht worden. Alle Fenster des Erdgeschosses sind sowohl nach aussen als nach dem Lichthofe mit 50 cm starken Mauern versehen worden, die nun unter dem Eindruck der neuzeitigen Minen-Bombem sogar auf einen Meter verstärkt werden sollen. Ober 60000 Steine sind bereits verbaut und weitere 40 000 Steine werden nun noch verarbeitet werden. Die Gesamt-Bauten haben bereits ein grosses Ver­mögen verschlungen, sind aber im Hinblick auf die zu schützenden,wert­vollen, z.T. einzigartigen Sammlungen verschwindend gering. In der Nähe des Museums sind bereits 2 x Bomben gefallen! Hoffen wir, unser Haus mit seinen unersetzlichen Werten verschont bleibt.

Im Haus selber haben wir alles gut vorbereitet. Mehr als 3000 Sandtüten, zahlreiche S^ndkisten, Schippen, Äxte, Beile,Feuerspritzen, Hydranten, mehr als 85 Behälter mit etwa 20 000 Liter Wasser stehen zur Bekapmfung von Brandbomben bereit. Im Hofe unseres Museums wird z.Z. ein Löschwasser- eich von 200 cbm Wasser gebaut. Jede Nacht ma­chen etwa 12 Männer bezw. Frauen abwechselnd in 11-tagigem Rhythmus Nachtwachen.

Wie Du weisst, bin ich auch noch in der Heimat, bin aber der fe­sten Überzeugung, dass ich Kürze wieder den Federhalter mit dem Gewehr