G. Solle
Wiesbaden, 12.1.43 Sonnenbergerstr. 32
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Lieber Herr Reuling!
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Die Korrektur und die Anlagen habe ich heute erhalten. Zur Vermeidung von Verzögerungen sende ich Ihnen meine Stellungnahme zu den Fragen sofort; die Korr, denke ich, morgen absenden zu können.
Zu den Signaturen 'der Kartei Ich stimme mit Happel darin überein, daß die "Geröll'"-Signatur ftzr den Wetteldorfer Sandstein nicht baßt. In meiner Ausfertigung der Karte habe ich durch Punkte Sandstein-Signatur angegeben, die in Iilolls Ausfertigung auf die Lauchen Schichten übertragen wurde (die ja ‘sandarm sind') . Mit der Rückversetzung wäre das leicht auszugleichen. Die "Granit"^Signatur der höheren Schichten ist wenig schön, wie' Happel zu recht be- ‘ anstandet; ich. wählte sie, weil die.Schiefer-Signaturen verbraucht waren. Der nun vorgesehene Druck in Autotypie gibt n'eue, klar- bleibende" Möglichkeiten.
1. Darstellung durch Tönung, wie Sie in Bonn ahdeuteten. Herr Moll müßte dann aüf einem tief schwarzen Abzug der Topographie und der Grenzzeichnung die Töne einsetzen, am besten nur 4 Töne, mit Signatur gekoppelt, also etwa Klerfer Sch. dunkel, Koblenz- quaizit dunkel mit irgendeiner Sigratur usVv. Es ist aber technisch nicht leicht, die Tönung fleckenfrei herauszubekommen!
2. Darstellung durch Strich-Signatur. Vorschlag: Klerfer Sch., Koblenzquarzit und Wiltz’er Sch. bleiben wie Ausfertigung Molls. Wetteldorfer S'andstein erhält Punktierung (meinem alten Entwurf entsprechend), Heisdorfer Schichten wie Molls Darstellung, Laucher Sch. wie Heisdorfer Sch., aber mit Punkten zwischen den Strichen. Zur Andeutung der erst festzulegenden Grenze kann die sonst übliche Ürenzangabe durch Strichelung fortbleiben. Es sähe also so aus:
Hohner Sch. wie Wiltzer Sch., aber viel weitere Strichahstände, Gondelsheimer Sch. wie Hohner Sch., aber mit locker gestreuten Punkten. . ,
Ich habe Bedenken, Schnitte ohne Aufschürfung und Schürfgraben verschieden .darzustellen, etwa Schnitte nur durch einen Strich.
Das sieht, wie eine Verwerfung aus, fällt zudem wenig auf, B und H verschwinden fast ganz. Lieber wäre mir, den einheitlichen dicken Balken beizubehalten. Im Text zeigen ja schon die Überschriften . .an, was erschürft ist und was nichts
Zu den Streich- und Fallzeichen:\Pie Einfügung Ihrer Zeichen, nach 'Winkelgruppen unterschieden, ist für Ihre große Karte gut, aber auch für den kleinen Ausschnitt im großen Maßstab? So ist für jedes, auch nur einmal vorkommende Zeichen eine Erklärung nötig.
Wenn man auf die Winkelangaben nicht verzichten will (was man wohl .verantworten kann, da es ja nur ein Situationsplan ist), wäre es am besten, wenn Sie aus ;Ihrer bezw. Happels Feldkarte oder, wenn nicht zur Hand, aus Prof. Richters Aufnahmen die Zahlenwerte ein- set,zen könnten (Vermerk der Übernahme würde ich in die Erklärung einsetzen). t
Ich sende .die Kartenausschnittrzurück. Herrn Molls Ausfertigung ist auch für Autotypie zu blaß, die T.opographie kommt kaum durch.
Ich habe es daran deutlich gemerkt, daß ich bei manchen Einzelheiten nicht durchkam, zudem wird es im Druck noch etwas undeutlicher.
Ein Vorschlag: Herr Moll soll einen neuen Abzug machen, nur wenig