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Herrn Oberbürgermeister .
Staat8rat Dr. Krebs
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VI/M C 1100
4.3.37
14.3.1937
Betr.: Vermeidung von Fremdwörtern
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Sehr verehrt er Herr Oberbürgermeister!
"" für Ihre Aufforderung,Fremdwörter zu vermeiden,ist dit Senokenbergisohe Natur forschende Gesellschaft ebenso dankbar,mit ich es persönlich bin.
Seit 3 Jahrsehnten in Sprachverein tätig,habe ich in seinem. Sinne,auch unter anfänglichem Widerspruch von Fachgenoose im wissenschaftlichen Schrifttum gewirkt.
Noch mehr gibt mir die zeitung der volksvernt&ndlicher Zeitschrift„Natur und Volk n Gelegenheit,auf eine gepflegte und' frendmort’r-freic Sprache hinzuwirken. Bei Bei trägen, die nioht un » mittelbar aus dem. Museum hervergehen, gelingt das natürlich nur, wenn der Verfasser sich Überzeugen und gewinnen läßt.Wir scheuer den dazu notigen,nioht immer erfolgreichen Briefwechsel nicht. Und man darf wohl sagen,daß (auch bei verwandten Zeitschriften) ein sichtbarer Fortschritt erreicht ists Diejenigen Zeitschrift^
= , ' die gediegene Naturwissenschaft der Allgemeinheit verständlich
/ c machen wollen, schreiben" eine reine Sprache,wie sie vor kurzem v kaum für möglich gehalten werden konnte•
In ß&gensats zu diesem Erfolg unter den Wissenschaftern steh ein bedauerlicher Rückschritt bei- der f(/gespresse,die sich gerad zu darin gefällt,sich mit- Frendwörtcrn aufzuputsen. Dia Wirkung