An den

Oberbürgermeister Herrn Staatsrat Dr.KREBS Frankfurt a.M.

Rathaus

12. 5. 38

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister!

Im Naehgang zu meinem heutigen Schreiben erlaube ich mir 2 klei­ne Veröffentlichungen zu übersenden, aus denen hervorgeht, dass archi- varische Bearbeitung einen wesentlichen Bestandteil unserer Forschun­gen bildet.

Das Museum hat eine besondere Sammlung der Handschriften «mg©Ka= tugforschern angelegt, um an deren Hand die älteren Sammlungs-Zettel auf ihren Urheber nachzuprüfen. Denn hierdurch allein lässt sich die Zuverlässigkeit und der Wert unserer Sammlungs^Stücke erkennen. Wir haben sogar (1A23, S.74) mit der Veröffentlichung der älteren Beizet« tel beginnen müssen.

Aus Seite 108, 114, 115 der Ve öffentlichung von 1337 geht her­vor, wie lediglich durch Studium aller Briefe ermittelt werden konn­te, wo urkundliche Sammlungsstücke, die Gastforscher immer wieder bei uns suchten, geblieben sind. Es ist sehr peinlich, wenn Ausländer ei­gens zu solchen Studien hierherkommen und die Ordnung nicht vorfinden, wie sie sie nach dem RufeÄnuWsseMUMuumumerwarten.

Ich hoffe, dass Sie, sehr verehrter Herr Oberbürgermeister, mir einmal Gelegenheit geben werden, Ihnen auch den inneren Betrieb un­seres Museums, der der Forschung dient, vorzuführen. Es ist das der feil unserer Aufgaben, der im Ausland noch mehr beachtet wird, als