Deshalb schreibe ich Ihnen voll Vertrauen, dass Sie meinen Brief entweder weitergeben oder mir einen Rat erteilen wer­den, was ich tun soll. Unsere Lage ist Ihnen bekannt; un­seren Voranschlag lege ich nochainmal bei und so brauche ich Ihnen für die Beratungen nur noch mitzuteilen, dass die Gesellschaft schon seit Monaten für alle Erwerbslosen und ihre Angehörigen das Museum zu allen Besuchszeiten frei geöffnet hat und ausserdem Herrn Dr. Waas 100 Frei­karten für jede unserer grossen Schumanntheater-Veranstal- tungen zur Verfügung gestellt hat. Aber ich darf auch nicht verhehlen, dass die Zahl der Mitglieder von lag zu Tag bedenklicher heruntergeht, sodass es äusserster An­strengungen bedarf, überhaupt durchzukommen, d.h. die Stadt nicht schwerer zu belasten als bisher. Denn in dam Augenblick, in dem der Gesellschaft der Atem ausginge, wäre es ja mit einem Zuschuss von 20 000 Mark, wie wir ihn erbitten, nicht mehr getan, da die Gehälter und Löhne, die den staatlichen angepasst sind, allein über 100 000