23 . September 1931
Lieber Herr Stadtrat Michel!
Sie haben in der letzten Verwaltungssitzung in so netter Form das Wort ergriffen und so viel Teilnahme für das Ergehen unserer Gesellschaft gezeigt, dass ich Ihnen gern dafür danken möchte. Tatsächlich haben wir ja seit dem Kriege wirklich hart gearbeitet, um der Stadt übermässige Kosten zu ersparen, und das ist ja bis jetzt auch gelungen. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass unsere Gesellschaft bei Oberbürgermeister Dr. Landmann und bei Ihnen auf warmes Verständnis rechnen darf, und das gleiche war zu meiner grossen Freude auch bei dem seitherigen Stadtkämmerer Asch der Fall.
Nun ist dieser noch nicht durch einen neuen Stadt«= kämmerer ersetzt, dem ich die Bitte unserer Gesellschaft vortragen könnte, auch für das Jahr 1?32/33 den gleichen Zuschuss zu bekommen, wie für das laufende Etatjahr.