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Kach dreimonatigem, schwerem Krankenlager ist mein lieber Mann, unser enter Vater und Schwiegervater

Geh. Medizinalrat Professor o. d. Universität im Alter von 56 Jahren sanft entschlafen Um stille Teilnahme bitten:

Johanna Knoblauch _ Alex Knoblauch Hanna K.'einkurt geb v Else Knoblauch Hanna Dosch Hermann Kleinkurt. Frankfurt a. M. i

Holzhausenstr. 3 {

Langsdorf in Hessen j

Sabarlj

Knoblauch

24. August ISIS.

Gießen

Die Feuerbestattung findet am Freitag, den 29. August, vormittags 11 Uhr, aut dem Haupt­friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir herrlieh absehen zu wollen.

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Dienstag. 26. August 1619.

Geheimrat August Knoblauch *. Am Sonntag abend S A 7 Uhr starb, wie schon kurz gemeldet, nach langem Krankenlager der Geheime Meöizinalrät Prof. Dr. Aagust Knoblauch. Sein Tod kam für seine freunde nicht uneripactei und trotzdem hat er alle die tief erschüttert, denen er in seiner Selbstlosigkeit und seiner fast unbegrenzten Arbeitskraft immer und immer wieder geholfen hat. Der Verstorbene war die Seele der Sencken- bergischen Naturforschenden Gesellschaft,' seine knapp bemessene freie Zeit hat er ihr und ihrem auföttihenden Mussum gewid­met, dessen hervorragende Stellung vor allem ihm zu danken ist. Es liegt eine tiefe Tragik in dem Wicken dieses einzigartigen Mannes: gerade jetzt, wo die Senckenberg'sche Natnrforschende Gesellschaft seiner besonders dringend bedurfte wo die großen Pläne der Volkshochschule, die Nutzbarm tchung der glänzenden Sammlungen für die weitesten Kreise *«t jvJuffe find, hatte er mit seinen reichen Erfahrungen und seinem von glücklichstem Optimismus getragenen frischen Zugreifen mehr als jeder /rudere erreiche» lürmeu. Er wird alle» denen fehlen, die 'Ln gekannt haben und die Lücke, die sein To) gerissen hat, wird kaum auszufüllen sein. Dr. Knoblauch ist nur 66 Jahre alt geworden. Er entstammte einer atlen Frautfurler Familie. Auch sein Vater war Arzt, der Bonner Chemiker August Kekulö war sein Onkel. Er studierte in Berlin, Bonn und Heidelberg, wo er sich als Nervenspezialist ausbildet? und längere Zeit als Assistent bei Prof. Erk arbeitete. In Frankfurt übernahm er die Leitung des Siechenhauses, an der Universität eine außer­ordentliche Professur und die Neurologische Klinik. Während des Krieges hatte er als Oberstabsarzt die Leitung mttirerer Lazarette. Vielseitig war seine Arbeit na öffentlichen Leben, so im Aerztlichen Verein, im Physikalischen Verein, für die Tagungen der Naturforscher und Aerzte. Auf seinem Spezial- geliet machte die Färbung der Muskelfasern den stark in An­spruch genommenen Arzt in der Wissenschaft allgemein bekannt-