AUGUST KNOBLAUCH und ; ,der-»-Senckenberg». von Fr. DREVERMANN.
Mir liegt am Herzen, dem Verstorbenen ein pear Worte zum Gedächtnis zu sagen; aber nie habe ich deutlicher empfunden, wie schwer es ist, das Wirken eines solchen Mannes so darzustellen, dass sein Wesen noch einmal vor uns auflebt. KNOBLAUCH und der Senckenberg — d. h.: Knoblauch und seine Seele, seine Freude, sein Innerstes, Eigenstes 1 ^ d^heisst aber auch: der Senckenberg und sen Haupt, sein Herz, sein Führer! Beide wagen eins . Seit Knoblauch in die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft einge^treten war, waren beide Unzertrennlich, durchdrangen sie sich förmlich. Alles, was das Senckenberg-Museum angeht, verwuchs mit ihm und umgekehrt: Jede freie Minute, Jeder Gedanke, Jede Faser von Knoblauch war Senckenberg!sch.
Wer die Geschichte des Senckenberg-Museums kennt, der weiss, dass es bis Ende der 80 Jahre stagnierte. Die grossen Zeiten RüppelIs und Hertmann von Meyers waren vorbei', der anfängliche Schwung schlief ein. Es lag wohl in der Ungunst der Zeit und man tut den verdienten Männern des vorigen Jahrhunderts bis nahe an sein Ende hin unrecht, wenn man das nicht anerkennt. Aber sicher ist: den gewaltigen Aufschwung Deutschlands hat der Senckenberg zunächst nicht verstanden, er ist nicht aufgewacht. Da kam KNOBLAUCH -- und nun ging es mit Riesenschritten vorwärts. Alles was nun folgte, die Neubaupläne, die Durchsetzung derselben mit Universitäfegedanken und der Neubau selbst, die Schaffung eines kleinen Beamtenstabes, der vorher völlig fehlte die Auffrischung des »Altraännerkol1egiums» wie ein Spötter die Verwaltung des Senckenberg Museums nannte — alles das ist sein Werk. Und derjeni e, der mit ihm ging, der weiss, wie er arbeitete, wi^die Sorgen manches Tages und vieler Nächte in seinem werke stecken. — Unsi^tbar, denn wenn so etwas einmal steht, denkt Jeder, dass es immer so war. Zum Bauen, zum Schaffen ge
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hört Geld -- und so galt es Geld zu schaffen. Staat und Stadt? Nein, der Senckenberg soll feei dastehen: also Erhöhung der Mitgliederzahl, Werben um neue Freunde! Als Knoblauch 1891 eintrat, konstatierte der zweite