sität. Dieses Ziel schiebt mir klar vor Augen; ich habe es wie­derholt bei der akademischen Feier zum Ausdruck gebracht. Und in diesem Gegensatz der gleichwohl ein friedliches Zusammenarbeiten mit der Universität notwendig macht, liegt die sicherste Gewähr für die Unabhängig­keit und Selbständigkeit derSenckenbergi sehen Naturforschenden Gesellschaft.

Ich wünsche nichts sehnlicher, als dass Sie und alle Mit­glieder der Verwaltung sich von dem hohen Wert dieses Ziel^f. überzeugen mochten. Denn die Gesellschaft wird immer sein und bleiben, was die Verwaltung aus ihr macht. Dazu bedarf es aber der schöpferischen Mitarbeit aller, während das gleichgültige und ablehnende Verhalten so vieler unserer Verwaltungsmitglieder von Schaden sein muss.

Wenn Sie mit Kriegsende nach Frankfurt zurückkehren werden, wer den Sie die feste Überzeugung gewinnen, dass die Gesellschaft nichts von ihrer Würde und stolzen Unabhängigkeit verloren hat, und dann werden Sie wäeder freudig Mitarbeiten, wie Sie es frü­her mit mir getan haben. Dann muss es unsere Aufgabe sein, einen jungen Nachwuchs in der Verwaltung heranzu­ziehen, der fähig und willens ist, die Gesellschaft in unserem Geiste zu führen. Dann wird sie auch im zweiten Jahrhundert ih­res Bestehens frei und unabhängig von der Universität bleiben!

Mit freundlichem C*'uss

Ihr sehr ergebener