19. Dezember 1917.

Sehr geehrter Herr Kollege!

Ihr gefl. durch die Direktion an die Verwaltung der Senckentergischen Naturforschendcn Gesellschaft gerichtetes Schrei- ben vom 17. vorigen Monats hat in der Sitzung vom 5. Dezember Vor­gelegen, deren Protokoll in der heutigen Verwaltungssitzung geneh­migt werden ist. Ich beehre mich nun, Ihnen einliegend den betr.

Protokollauszug ergebenst zu überreichen.

Es ist sehr schade, dass Sie nicht an der Jahrhundertfei er der Gesellschaft teilgenommen haben- Sie hätten wohl die Über­zeugung gewonnen, dass die Gesellschaft nichts von ihrer Unabhängig keit und Selbständigkeit durch ihre Beteiligung an der U n i v e r- sitätsgründung eingebüsst hat. Wenn Sie später ein­mal die Ansprachen lesen werden, die von berufener Seite am 22. No­vember gehalten worden sind, werden Sie erkennen, dass gerade der Zusammenschluss der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaftg mit den anderen wissenschaftlichen Korporationen und Institute Frankfurts zur Universität die hundertjährige Wirksam­keit der Gesellschaft gekrönt hat. Das neue Jahrhundert stellt neue Anforderungen an die Sencken'cergische Naturforschende Gesellschaft und stellt sienach meiner Ansicht allerdings alsj Forschungsinstitut in einen Gegensatz zur Univer