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über die Reise von 1884 unter dem TitelReise­erinnerungen aus Algerien und Tunis, mit einigen Illustrationen, als Sonderbeilage zu dem Bericht? der­selben Gesellschaft von 1885. Die wissenschaftliche Aus­beute beider Reisen wurde in der Fortsetzung der Ross- maesslerschen Ikonographie verwertet.

Allerlei Umstände machten es mir leider unmöglich, meine Forschungen auf die Küstenländer des hinteren Mittel­meeres auszudehnen; ich habe weder die Balkanhalbinsel noch den Boden Asiens betreten. Nur das Jahr 1897 brachte einen Ausflug an die italienischen Seen und die Riviera. Aber 1902 zwang mich eine schwere Influenza­pneumonie, im Süden Genesung zu suchen; die Erholung ging rasch genug vor sich, um mir eine Anzahl Sammel­exkursionen in die weitere Umgebung Neapels zu gestatten, und was ich da fand, veranlasse mich, im Herbst 1903 noch einmal für zwei Monate Neapel aufzusuchen und die südliche Basilicata und Nordkalabrien bis zum Silawald ein bischen näher zu betrachten. Die zahlreichen dabei neu­entdeckten Arten sind in der Neuen Folge von Rossmaesslers Ikonographie veröffentlicht. Die neuen Iberus habe ich in dem Annuario der neapolitaner Universität noch einmal abgebildet.

Ein Lieblingsplan war mir immer die Herausgabe eines die ganze Conchyliensystematik umfassenden Werkes, gewissermassen eine neue Auflage der Histoire naturelle des Animaux sans vertebres von Lamarck und Deshayes. Ein mit Weinkauff zusammen kurz nach der Uebernahme der Redaktion des Martini-Chemnitz entworfener Plan ge­langte nicht zur Ausführung; es blieb bei der Veröffent­lichung einer Anzahl von Einzelkatalogen, die im Jahrbuch erschienen und dann auch gesammelt ausgegeben wurden, ohne viel Absatz zu finden.