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der europäischen Land- und Süsswassercon- chylien in die Hand zu nehmen; seitdem sind neunzehn Bände mit je 30 Tafeln, fast alle von mir gezeichnet, erschienen. Die zunehmende Hebung im Conchylienzeichnen veranlasse mich auch, die damals ziemlich verfahrene zweite Auflage des grossen Martini-Chemnitz’schen Conchylien- kabinets in die Hand zu nehmen, anfangs als Mitarbeiter Küsters, dann erst mit Weinkauff zusammen, und nach dessen Tod als alleiniger Herausgeber. Es sind von demselben seitdem über 300 Lieferungen erschienen, jede mit 6 Tafeln, davon über die Hälfte von mir; Martens, Loeb- becke, Glessin, Schmältz, Brot, Wagner waren fleissige Mitarbeiter. Genaueres darüber in der zur Feier des Erscheinens der fünfhundertsten Lieferung veranstalteten, aber erst anfangs 1906 herausgegebenen Festschrift, welche auch mein Porträt enthält.
Als drittes Unternehmen kam die Ikonographie der europäischen Meeresconchylien hinzu, von der, nach einer längeren, ohne mein Verschulden eingetretenen Unterbrechung, der vierte 4 Band (zusammen 120 Tafeln) erschienen ist. Daneben redigierte ich von 1874 bis 1886 die „Jahrbücher der Deutschen Malako- zoologischen Gesellschaft“, bis dieselben der für Systematik immer ungünstiger werdenden Zeitströmung erlagen.
Ausserdem erschienen als selbständige Arbeiten: das „Illustrierte Gon chy lienbuch“ mit 110 von mir selbst lithographierten Tafeln, dann in den Senckenbergischen Annalen die Bearbeitung der von Rein in Japan gesammelten Binnenconchylien (mit 23 Tafeln) und die Bearbeitung von Kükentals Ausbeute von den Molukken (mit 8 Tafeln). Ausserdem als Separatheft des grossen Reisewerkes von Karl Semper die Bearbeitung der von diesem auf den Philippinen gesammelten Deckelschnecken.