würdiger Weise zum Ausdruck 'brachten.
3s war mir ein Hochgenuß, als ich Ende Oktober des vorigen Jahres mit meinem Sohn Erich Jhr schönes Museum unter -Ihrer gütigen Führung wieder einmal besichtigen konnte, und wieder kam ich dabei zu der Ueberzeugung, daß das Sencken- bergische Museum, was Inhalt, Anordnung und Aufstellung betrifft, doch das schönste naturwissenschaftliche Museum in Deutschland ist. Jn dem großen Saale, in welchem Schlangen, Krokodile, Schildkröten gezeigt werden, hat mir die Art der mustergiltigen Aufstellung ganz besonders imponiert.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Jhnen gern einmal mitteilen, wie ich einst zur Herstellung eiserner, staubdichter Schränke gekommen bin. Seit meiner frühesten Jugend hatte ich das regste -Interesse für die Naturwissenschaft und sammelte schon als Junge von 7 Jahren Muscheln, Mineralien etc. Jch war schon damals in unserem Dresdner Mineralogischen und Naturhistorischen Museum der fleißigste Besucher und wurde von den derzeitigen Direktoren, dem alten Reichenbach und Geinitz, immer gern gesehen, und viele Anregungen habe ich denselben zu verdanken. Als ich älter wurde wuchsen auch meine Sammlungen und ich hatte mich entschlossen, Mineralogie zu £ studieren, aber der alte Geinitz riet meinem Täter, der ein blühendes Geschäft hatte, daß es vorteilhafter für mich wäre, wenn ich das Handwerk meines Vaters erlernte, was ich später auch nie bereut habe.
Aber das Sammeln von Naturalien aller Art habe ich bis auf diese Stunde nicht lassen können. Jch ging nach meiner Lehrzeit in die Fremde und kam schon ganz jung auch nach Paris, wo ich mich längere Zeit aufhielt. Jn allen Städten, wo ich hinkam, suchte ich stets die Museen auf, so auch in Paris, wo ich die Sammlungen des Louvre und namentlich die naturwissenschaftlichen Sammlungen des Jardin de Plantes
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