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einer Anzahl gleichstrebender Freunde gegeben haben, und dass eine solche Änderung Ihnen nicht leicht fallen würde, glaube ich gern. Mir selber kann nichts sympathischer sein, als Festhalten an 1 ) gege- beneivWort: Allein es ist doch zu bedenken, wie völlig die Verhält­nisse gegen damals sich verschoben haben. Das » National Museum » darin sind Alle einig^die darauf gesetzten Hoffnungen nicht. Das Senebenhergische Museum aber, das damals ein kleines Anfänge^ und wirklich nicht der passende Platz für eine Fiesensammlung wie die Ihrige war, ist zu einem Weltinstitut herangewachsen, Zeder Ehre würdig, zu jeder Leistung fähig. Ist es unter solchen Umständen nicht durchaus gut und innerlich berechtigt, der neuen Zeit ent­sprechend neue Entschlüsse zu fassen? Und dann, wenn Sie mir diesen Hinweis freundlich erlauben wollen, noch eins: Ihr Herr Vater Carl von Heyden war doch der Gründer und Mitbesitzer der Sammlung. Da» mals^als Sie das National-Museum zum Erben bestimmten.konnten Sie vollkommen sicher sein, dass Ihre Verfügung zugleich im Sinne des Entschlafenen lag. Aber glauA/n Sie nicht, dass Ihr Herr Vater, der ja Niemandem etwas versprochen hatte und also auch kein Versprechen zurückzunehmen brauchte, es angesichts der jetzigen Verhältnisse für ganz selbstverständlich halten würde, seinen Anteil dem Sencken bergisehen Museum anzuvertrauen?

Hochverehrter und lieber Herr Professor ^ verzeihen Si>e mir, wenn ich Sie mit diesem langen Brief vor Fragen stelle, deren erneutes Bedenken und Entscheiden Ihnen nicht sehr erwünsbht sein wird, wie ich recht wohl begreife. Ich habe aber geglaubt, meiner­seits eine Pflicht erfüllen zu müssen. Auf jeden Fall seien Sie versichert, dass, wie Ihre Entscheidung auch ausfallen mag, sich nicht das geringste an der verehrungsvollen Freundschaft ändern wird, die ich für Sie empfinde. Wie auch ich Sie herzlich bitte,