84. Juli 1911
Lieber Herr Professor !
So sehr ich Ihnen für Ihre freundlichen Schrei ben danke, so sehr betrübt es mich auch zu erf KtzViM, dass es be Ihnen ebenso heiss ist, wie bei uns. Wozu geht man dann eigent lieh ins Gebirge ? Die Welt wird doch zusehend schlechter. In Frankfurt ist es übrigens nach einem tropisch heissen Sonntag heute ein bichen frischer geworden.
/ Die Angelegenheit Strand möge also bis zu Ih
rer Rückkehr ruhen. Nach Ausscheidung aller der Dinge, die er j. nrcht übernehmen würde, hatte ich immer noch koliosal viel Beschäftigung für ihn. Vor allem müsste er eine Schausammlung -exotischer Käfer, Hymenopteren etc. zusammenstellen, wozu un- t sere beiden Herren Weis und von Heyden nicht kommen. Sodann müsste in eine wissenschaftliche Hauptsammlung dieser Gruppen eingerichtet werden, worann es noch gänzlich fehlt. Bisher { steht alles ausser palearktische Käfermaterial lediglich bei Fundorten beieinander. Sehr viel davon ist noch gar nicht bestimmt: dies hätte Strand zu tun. Und alles neueinlaufende Insektenmaterial müsste er sogleich bestimmen und einordnen. Tausendfüsser, Spinnen etc. würden ihm auch anvertraut, kurzum