4..Juni 1908.
Hochverehrter Herr Professor)
Unmittelbar nach Empfang Ihres frdl. Briefes gäbe ich an den unserer Gesellschaft nahestehenden Prof. Boveri in Würzburg das in Abschrift beiliegende Schreiben gerichtet und heute seine Antwort erhalten. Sie ersehen aus derselben, dass Boveri mit gewichtigen Gründen davon a'oöäi^tbei der Phil sophisehen Fakultät in Würzburg einen Antrag zu stellen. Bei dieser Sachlage muss ich leider darauf verzichten, der Antegung des Herrn Br. Ernst Pagenstecher Folge zu geben, da ich unsere Gesellschaft nicht der Gefahr aussetzen kann, einen abschlägigen Bescheid zu erhalten.
Ich habe nun überlegt, ob es sich vielleicht empfehlen würde, den Antrag bei der Philosophischen Fakultät einer anderen Universität zu stellen. Heidelberg und Giessen kommen als nicht preussische Universitäten nicht in Betracht, und in Marburg, an das zunächst zu denken ist, liegen die Verhältnisse, wie ich aus früheren eigenen Erfahrungen weiss, ähnlich wie in Würzburg. Auch die dortige Philosophische
I. 08. 3000.