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glieder und wirklicher Mitglieder übertragen, und da man nun erst erfahren, daß Ehrenmitglieder auch regelmäßigen Antheil an der Verwaltung zu nehmen wünschen, so werde auch dieser Gegenstand bei Durchsicht der Statuten zu erwägen sey».

Was nun die S. 9 gemachten Vorschläge zu Statutenveränderungen selbst betrifft, so erkannte man den ersten für bereits erledigt an, wie die Protokolle beweisen (Anlage 9), ebenso im Wesentlichen den dritten; die übrigen werden von einer mit der Revision der Statuten überhaupt zu beauftragenden Commission vorerst sorgfältig zu prüfen seyn.

In Betreff des Schlußsatzes S. 13 der Druckschrift des Herrn Di-. Rüppell erklärte Herr Dr. Mappes: indem er das, was ihn persönlich Berührendes darin enthalten sep, auf seinem Unwerth beruhen lasse, sich dabei auf die von ihm mitunterschriebene öffentliche Erklärung beziehend, so wolle er doch hier den die Gesellschaft betreffenden unrichtigen Angaben die Thatsachen entgegen­setzen, daß Herr Dr. Cretzschmar im April 1826 die von der Gesellschaft errichtete Lehrstelle der Naturgeschichte erhalten und erst 2 Jahre später diejenige der Anatomie an dem von Scnckenbcrg gestifteten medicinischen Institut, wegen vermehrter anderweitiger Geschäfte, niedcrgelcgt habe, worauf ihm selbst im I. 1828 das, übrigens nicht mit fl. 400 sondern mit si. 300 jährlichem Gehalt honorirte Amt eines Lehrers der Anatomie und Vorstehers der dazu gehörigen Anstalt und Sammlung durch die von der natur­forschenden Gesellschaft ganz unabhängige Stiftungsadministration übertragen worden sey.

Herr Dr. Eder bemerkte noch, er halte es für zweckmäßig, das richtige Verhältniß desjenigen Kapitals von fl. 10,000, wel­ches Herr Dr. Rüppell nicht geschcnkweise, sondern zufolge eines von seiner Seite wieder anfkündbaren Leibrcntevertrags der Gesell­schaft übergeben habe, zur öffentlichen Kunde zu bringen, worauf beschlossen wurde, den betreffenden Vertrag (Anlage 10) mit abdrucken zu lassen.

§. 6. Zur Vollziehung des Beschlusses der vorigen Sitzung wegen Veröffentlichung von Aktenstücken wurde die Ernennung einer Commission von 5 Mitgliedern beliebt, welche demnächst die geeignete Vorlage zu machen habe. Hierzu wurden durch Scru- tinium erwählt: die Herren Doctoren Varrcntrapp, Eder, Mappes, Müller und Lorey.

Sitzung vom 21. November 1840.

In Gegenwart der wirklichen Mitglieder Herren: A. Bansa, Di. Bogner, Di. Buch, Dr. Cretzschmar, Dr. Eder, Dr. Fre­senius, Dr. Friedlcben, Gerlach, Schöff von Heyden, Keßler - Gontard, Dr. Kestner, Dr. Lorey, Di. Mappes, H. von Meyer vertreten durch Herrn Dr. Bögner, Di. Müller, Dr. Neeff, Dr. Reiß, Dr. Römer, Dr. A. Schmidt, Dr. Sömmerung, Dr. Stiebel, Dr. Varrcntrapp sen.

§. 1. Nach Verlesung und Genehmigung des Protokottes der vorigen Sitzung berichtete die laut §. 6 jener Sitzung ernannte Commission, bezeichnete die zur Aufklärung der Sache in Druck zu gebenden Protokollauszüge nebst Anlagen und legte ein einlei­tendes Vorwort dazu vor, worauf ohne Umfrage den Commissionsanträgen gemäß beschlossen wurde, die vorgelegten Gegenstände unter dem Titel: Aktenstücke, mitgethcilt von der Senckenbergischen naturforschrnden Gesellschaft in Frankfurt a. M>, in erforder­licher Anzahl drucken und an alle diejenigen vertheilen zu lassen, welchen Herr Dr. Rüppell seine Druckschrift überschickt hat.

§. 2. Herr Dr. Cretzschmar legte vor und bat zu Protokoll zu nehmen folgende:

Berichtigung

der von Herrn Dr. Rüppell in seiner Eingabe an Hohen Senat vorgebrachten Beschuldigung, mit welcher behauptet wird, daß meine Vorlesungen kaum hundert Zeitstunden in Anspruch nähmen, nämlich 3 Stunden wöchentlich bei wenigstens ftinf Monat Vakanzen."

Im Wintersemester 18 39 / 40 habe ich in folgenden Zeitstunden Vorträge gehalten:

a) bei Gasbeleuchtung, wofür ich an Herrn Keßler-Gontard, als Kassier des physikalischen Ver­eines, laut Quittung vom 30. September 1840, 11 fl. 6 kr. entrichtet.67 Stunden,

b) vom 30. März bis 18. April bei täglichem Vortrag wöchentlich 6 Stunden.18

c) So oft es die Witterung erlaubte wurden am Samstage in den Sälen des Museums die auf­gestellten Thiere erklärt in.12

Im Sommersemester 1840:

d) wöchentlich 3 Stunden von Mitte Mai bis Ende August . 46

e) an jedem Samstag Mittag mikroskopische Untersuchungen.15

f) vom 1. bis 19. September täglich eine Stunde gelesen. 17

Zusammen . . . 175 Stunden,

wobei zu bemerken, daß ich, um die durch meine Krankheit versäumten 8 Stunden zu ersetzen, nach getroffener Uebereinkunft mit meinen Herren Zuhörern, die Vorträge in den Morgenstunden anstatt um 7 schon um 64 Uhr angefangen. Demnach haben keine Vakanzen in dem verflossenen Jahre stattgefunden, wie solches auch in dem vorangehenden der Fall gewesen ist."

§. 3. Zur Vollziehung des in der Sitzung vom 16. Oktober d. I. gefaßten Beschlusses, eine Commission mit der prüfenden Durchsicht der Gescllschastsstatuten und demnächstiger Berichterstattung darüber zu beauftragen, wurden die Herren Doctoren Var- rentrapp, Eder, Buch, Mappes und Müller durch Scrutinium erwählt.

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