!■ "" • * (vhi AubikSnin fünfundzwanzig ja()te smd es jetzt | Tier, daß Professor Dr. Heinrich Reichend ach in dev S e n ck e n b e r g i f ch e n N a t u r f o r s ch e nö e n G es el f* j schaft seine erste Vorlesung hielt. Zur Feiet dieses Ereig- ' nisscs halten sich neben den zahlreichen Hörern wd Hörerinnen, die Mitglieder der Direktion und die Freunde des verdienten Forschers im Hörsaal eingefunden. Dr. K n ob l a u ch uni» Geheimrat S ch m i d t ° Ä! e tz l e r hielten Ansprachen. ist. denen sie deni Gelehrten für seine reiche Wirksamkeit dankten.
* föranffutt a. M.» 9. November.
. * Ei«» Jubilar des Scnckenbergianitms. Im Hör- r 5 e n ck e n b e r g i s ch e n n ä t u r f o r s ch e n d e u Gesellschaft wurde gestern eine Feier für Herrn Pros Dr. Heinrich Reichenbach veranstaltet anläßlich dessen riinni n d z w n n z i g j ä h rige r Tätigkeit an diesem Institut als Dozent der Zoologie. Herr Dr. Knoblauch wies in einer Ansprache auf die großen Verdienste hin, die der Jubilar um den naturwissenschaftlichen Unterricht und die Hebung des naturwissenschaftlichen
^eiitcresscs sich erworben habe, Se. Exzellenz Herr Geheim- rat Schmidt-Metzler dankte dem Gelehrten für die mühevolle Arbeit innerhalb dieser Zcitepoche,.die von bestem Ertolge gekrönt worden sei und gab der Ueberzeugung Aus- druck, es werde Prof. Reichenbach in seiner Tätigkeit im neuen Museum ebenfalls gelingen, ersprießliche Resultate »uDie Feier, an der außer der Direktion der Gesellschaft zahlreiche Hörer und Hörerinnen, sowie Freunde > des Jubilars teilnahmen, fand mit' einigen tiefbewegten Dankesworten Prof. Neichenbachs ihren Abschluß.
(25 Jahre am
. Dr. Helm. Neichenbach.
Senckenbergischen Institut in Frankfurt a. M.)
Von dem silbernen Jubiläum der Wissenschaft, das jüngst in der ScnckenbergifchenNatursorschenden Gesellschaft begangen wurde, sind unsere Leser schon unterrichtet. Heute noch das Porträt des Gelehrten, der vor 25 Jahren in der Gcsellschast sein- erste Vor- lesung hielt und bei Beginn des diesjährigen Kurses von seinen Hörern und Freunden festlich begrüßt wurde. ■
i Kmrckfurier
— Frankfurt, 10. Novbr.
Ein Senckenberg-Jubiläum. Fünfundzwanzig Jahre sind es jetzt her. daß Professor Dr. Heinrich R e i ch e n b a ch rn der Senckenbergischen Narurforschenden Gesellschaft seine erste Vorlesung bielt. Zur Feier dieses Ereignisses hatten sich am Dienstag, als Pres. Reichenbach den neuen Kurs nefom den zahlreichen Hörern und Hörerinnen die Mitglieder der Direktion und die Freunde des Forschers im Horsaal emgefunden. Dr. Knoblauch und Prof. f / Metzler hielten Ansprachen, in denen sie
dem Gelehrten für seine reiche Wirksamkeit dankten.
— Im 42. Heft der Abhandlungen der königl. preußischen geologischen Landesanstalt in Berlin wird ein, Gebiet aus unserer engeren Heimat behandelt: „lieber die zur Wasfergewinnung im mittleren und östlichen Taunus angelegten Stollen" von A. von R e i n a ch. Die Arbeit behandelt im ganzen 12 Stollen, die 4 Wiesbadener, die 2 Königsteiner, die 3 Hamburger, ferner den Wasserstollen der Heilanstalr Falkenstein, der Stadt Cronberg und den für Schloß Friedrichshof. In dem Werke wird einleitend die geologische Zusammensetzung der von Wasserstollen durchteuften Teile des Taunus behandelt. Auf die Anlagen der verschiedenen Stollen geht der Ver- faffer, der sich um die geologische Erforschung des Taunus verdient gemacht hat, eingehend ein und bringt zur Erläuterung eine Reihe interessanter Tabellen.
Für Käf er sammler. I
Zur Ordnung der eigenen Sammlung und um die Anfertigung eines Kataloges zu ersparen, empfehlen wir allen Besitzern von Käfersammlungen :
Die Käfer von Nassau und Frankfurt a. M.
Herausgegeben von
Prof. Dr. Lncas von Heyden.
2. Auflage. 425 Seiten.
Geo-en Einsendung von M. 6,80 (f. das Ausland M. 6,70) portofrei zu beziehen von der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt a. KI,, Bleichstraße 59. C.__
* Die Tierwelt Hochafrikas. Der Afrikaforscher Karl Schillings hielt am Samstag in derS e n cke nbcrgi scheu NaturforschcndcnGescllschaft einen Vorträg. Wie der Vorsitzende Dr. K n o b l a u ch hervorhob, besitzt auch das hiesige Museum reiche Schätze ans seiner Jagdbeute, vor allem eine prachtvolle, alte Giraffe, die den Namen des kühnen Forschers , 6 lrassa scbillinasi“ trägt, eine Zebra - Familie, zahlreiche Antilopen und Gazellen. Hyänen und andere Tiere, die in der Schausammlung des neuen Museums zu einer biologischen Gruppe „Deut sch oft afrikanisches Tierleben" vereinigt werden sollen.
Schillings schilderte die T i e r w e l t der Massai-Hoch» ! l ä n d e r. In ungeheuren Scharen sammelt fidj unser heimischer Storch in den weiten Ebenen am Biktorisee, um die Rückreise über das Mittelmeer in die nordische Heimat anzutrcten; zahllose Flamingos beleben den Salzsumpf der Massai-Steppe und an den überhängenden Zweigen hoch über dem Wasserspiegel sind die kunstvollen Nester der Webervögel befestigt. Ganze Rudel Strauße verlieren sich in der weiten Steppe'; Gruppen von Geiern streiten sich zeternd mit Hy än e n und Sch aka len um die verwesende Beute und eine Herde von Pavianen tummelt sich spielend zwischen den gestrüppbcwachsenen Felsen. Die verschiedensten Antilopen- und G a z e l l e n - A r t e n bewohnen die weiten Ebenen der Massai-Hochländer. Soweit das Auge reicht, scheint die Steppe von Wild belebt; bald sind eS einzelne Tiere, bald ganze Herden. In der klaren Lust -läßt sich jedes einzelne Stück erkennen, nur wo durch tausende von Hufen der Staub aufgewirbclt wird, verschwimmt das Bild in einer undurchsichtigen Wolke. Es sind Weißbartanns, Kuhantilopen und Zebras. In Herden geht das prächtige Tigerpferd zur Tränke, voran der führende Zebrahengst, vorsichtig und sichernd ; ihm folgt die Masse der Herde, wenn sie kein Warnruf des Leittieres in das Dunkel des Urwaldes zurückschencht. Zur selben Tränke wie Zebra und Gazelle schleicht auch der Leopard und der Löwe, und nicht einzeln: Schillings konnte, als einer der ersten, das r u d e l wc i s e Zusammenleben d e s L ö w e n in der Wildnis beobachten. Seine Löwenaufnahmen zeigen imposante Gestalten deSKönigs der Tiere, einen alten Mähncnlöwen an der Tränke, eine Löwin, die einen Esel beschleicht, Löwe und Löwin beim Nicderreißen eines StiercS. Am gewaltigsten treten uns aber jene Riesen des äquatorialen Afrikas entgegen, die uns anmuten wie Ueber- bleibsel ans einer längst entschwundenen Zeit, Giraffe, Elefant, Flußpferd und Nashorn; ein ganzes Rudel Giraffen, dicht aneinander gedrängt im lichten Mimosenwalde, ein alter Giraffcnhengst i» Gemeinschaft mit zwei gewaltigen Elefanten butten init mächtigen Stoßzähnen, Flußpferde schwimmend und auf einsamem Pfade nächtlich zur Aesung ziehend, das zwcihörnigc Rhinozeros im Ansturm auf den mit größter Seelenruhe photographierenden Schützen.
S» tritt uns aus diesen Bildern das Tierleben entgegen, wie es augenblicklich noch im Norden des riesigen Kilimandjaro dem .Auge des kühnen Forschers sich darbiclet. Aber mit dem Vordringen der Kultur in das Innere des dunselen Erdteils wird der Mllph-sisud icr** Stepvcn und Urwälder mehr ''nd mehr "littet < und bald genug werden jene gigantischen Formen der zentralafrikanischen Fauna der Vergangenheit angehören. Dann werden Schillings Lichtbilder sichere Kunde geben können von dem reichen Tierleben, das heute noch in den Massai- Hochländern entwickelt ist.