Es wurden für die Hospitäler und in der Stadt 622 Sektionen ausgeführt, sowie für hiesige Ärzte 810 mikroskopische Untersuchungen, gegen 581 Sektionen und 671 mikroskopische Untersuchungen im Vorjahre.
Als erster Assistent fungierte dis zum 7. März 1904 Herr Dr. I. G. Möuckeberg aus Hamburg, nach dessen Fortgang übernahm der zweite Assistent Herr Dr. Richard Lewisohn aus Hamburg diese Stelle, welche er bis zum 21. April 1904 bekleidete. Herr Dr. Emil Liefmann aus Hamburg, welcher vom 7. März bis 21. April 1904 als zweiter Assistent fungierte ist jetzt erster Assistent und Herr Dr. Gottfried Schwarz aus Wien seit 21. April 1904 zweiter Assistent.
Im neurologischen Institut arbeiteten unter Herrn Professor Dr. Edinger und dessen Assistenten Herrn Dr. Goldstein 2 hiesige Ärzte, 1 aus Deutschland und 1 aus Belgien. Als Präparatoren fungierten Herr Dr. Biart aus Nord-Amerika und Fräulein Paula Meyer von hier.
Herr Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Weigert hielt wie seither im Wintersemester einen Temvustratiouskurs der pathologischen Anatomie ab.
Im ärztlichen Verein wurden in jeder Sitzung mehrere pathologisch-anatomische Präparate vorgezeigt und erläutert.
Herr Professor Dr. Möbius las im Wintersemester 1903/04 über Kryptogamen, II. Teil, Flechten, Moose und Farne und Fortpflanzung der Phanerogamen und liest im Sommer-Semester 1904 über Biologie der Pflanzen, II. Teil.
Ter Stiftsgärtner Leopold Hildt hat am 1. Januar 1904 seine Stelle aufgegeben um in seiner Heimat Riemberg in Schlesien die Gärtnerei seines Schwiegervaters zu überuehmeu. Zu seinem Nachfolger wurde der Kuustgürtner Rudolf Günther aus Waldenburg in Schlesien erwählt.
Wertvolle Zuwendungen für den Pflauzenbestaud unseres botanischen Gartens erhielten wir von den Herren Harry Frank und Martin Dürer, hier, denen wir auch an dieser Stelle unseren besten Dank aussprecheu.
Tie Witwe des verstorbenen Obergärtners Perlenfein, welcher seit dem Jahre 1872 die Aufsicht über das Bibliotheksgebäude übertragen war, trat in den wohlverdienten Ruhestand, ihre Funktionen wurden der Frau des Gartengehülfen Debus übertragen.
Die Senckenbergische Bibliothek war geöffnet an 303 Tagen. Die Zahl der Entleiher betrug 1194, die Zahl der Besucher des Lesezimmers 4370. Entliehen wurden 2807 Bücher, im Lesezimmer benutzt 2439 Bücher. Die Gesamtzahl der Benutzer der Bibliothek beläuft sich auf 5564, die der benutzten Bücher auf 5246.
Von Frau W. Lohse Witwe erhielten wir durch Herrn Dr. mecl. Streng ein Geschenk von M. 500 zur Verwendung im Interesse des Bürgerhospitals, nach freiem Ermessen des Herrn Dr. mecl. Streng.
Viele eiugegaugeue Geschenke sind untenstehend verzeichnet; all den hochherzigen Gebern stattet die Unterzeichnete Administration verbindlichsten Tank ab.
Wie alljährlich fand auch zu Weihnachten 1903 eine durch die Mitwirkung der Fräulein Lilly Marsch all, Marie Buruitz, Ala ja Fellner und des Herrn Musikdirektor E. Parlvw verschonte Feier für die Patienten, Pfründner und Angestellte der Stiftung statt; für die hierzu in so reichem Maße von Freunden der Stiftung erhaltenen Gaben wird der innigste Tank an dieser Stelle wiederholt.
Die Stiftungs-Administration:
Professor Dr. mecl. Moritz Schmidt, Wirklicher Geh.-Rat, Ereellenz, Vorsitzender, Stadtrat Albrrl von Metzler, stellvertretender Vorsitzender,
Dr. med. Ernst Noediger,
Dr. mecl. Iran) B'irrwindt,
Dr. ined. August Knoblauch,
Adolf von Grunelius,
Alexander Mojer,
Stadtrat Anton Meyer.