Frankforlisches und Anneres.
(Von eme alde Frankforte r.)
Wie ich da vor e paar Dag beim Dickworz sitz', sißd newer wer der Baiser un hat in der Zeidung geiese. Uff aamal hägd er uff de Disch, deß die Gleser gtwackeld hawwe, un riefd : ,Da! da hammersch ja! Du! Schorschadam. sag emal, is dann der Dokder Knowelaach e Frankforter?" „Ei. warum fregsie dann V sag ich. Da hat der Baiser gesagd: „Denk der vor emal aa, der hat der ja, wie der Grundstaa zum neue Senckeberg gelegt is warn, zum Lindequist gesagt, er sell jeß befehle, deß der Grundstaa gelegd wern derfd. Hie steht's in der Zeidung. Ach wann des der aide Senckeberg wißt, der dhed sich im Grab erum wenne; denn des Wort „befehle" hat der alte Franlforler Berjer net gekennd."
„No." haw ich gesagd. „reg dich nor net uff un beruhig bei Schmedderlingsgemieth. Des is jetz eso. Mir hawwe seider 1866 „so viel erdrage, erdrag aach dieses noch", segd der Dichder. Also baff' uff. Mir hawwe in Frankfort e Familch Knowelaach gehat, die is odder schond lang ausgestorwe. Dem jetzige Dokder Knowelaach sei Vorfahr, des war e B e r l i n e r. un der is nach Franksort komme, un weil er aach kaa Haamweh
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riehd hat. is er hie gebliwwe, un is uff der Jumfer Skellwag hiesiger Berjer warn. Des war Anno 1787. un da stickd ewe immer noch so e Drobbe Berlinerblud im Jetzige, un so was. segt die Wisseschasd, dhed als emal doch Widder zumDorchbrnch komme. Wer waaß, der Knob l a a ch will ebbes fors Knob- l o ch. weil so e Schlibbche sich sehr gut ausnemme sell."
Mir kriehe doch immer ebbes geschenkd, die „Patrizier" hawwe e Regemend. und der alde Senckeberg e Prodekdorat — Mei Liebche. was willste noch mehr! —
Mer soll awwer net glaawe, was manchnial e Paregraf vor e Werkung dhud. So hawwe jetz zwaa Parcgrafe e halb Weld un e halb Stadt in Uffregung gebrachd. Nemlich der Paregraf zwaa vom Jesewid d eg esetz im deutsche Vadderland, .4tw^er^ParcMf 14 vom M a r k h a I l e g e s e tz in der deutsche Vadderstad, , ■ ■ - ^
* •Bum Neubau des Senckenbcrgianurns. In der Eingangshalle des Senckenbergischen Museums an der Bleichstraße ist siir die nächsten Wochen ein Modell der an der -oiktoria-Mee geplanten neuen Institute des Senckcn- bergranums ausgestellt. Das Modell ist nach den Planen unserer Rathausbaumeister v. Hoven und ' g e t> e r angefertigt, die auch die wissenschaftlichen Institute an der Viktoria-Allee gemeinsam bauen werden, und zwar ist Bourat Neher die Ausführung des Museums ver senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft und des Auditoriengeböudes der Jügelschen Stiftung über- ,??nhrcnd Baurat v. Hoven die Neubauten des Phystkalychen Vereins und der Senckenbergischen Blbuochek ausführen wird. Das ausgestellte Modell, im dRaßstaü 1 :100, gibt ein anschauliches Bild von der stattlichen Gruppe von Bauten, die an der Viktoria-Allee errichtet werden sollen und von denen das naturhistorische Museum mit seinem Mauerwerk bereits über den Erdboden emporragt. Während das Physikalisch-chemische ^chlskut mit seiner Sternwarte an den Kettenhofweg und c A?"Ochekgebäude an das Eck der Jordanstraße und der Viktoria-Allee zu liegen kommt, schließt sich das Auditoriengebäude der Jügelschen Stiftung an der Jordanstraße westlich, an die Bibliothek an. Die Mitte der Front an der Viktoria-Allee nimmt das Museum der Senckenbergp cheu Naturforschenden Gesellschaft ein, das P u ^. dengänge mit den Nachbarbauten verbunden ist. Für die Architektur der sämtlichen Institute hat offen- bar in pietätvoller Weise der Stil der alten Senckenbergischen Bauten als Vorbild gedient. So heimelt uns namentlich der Uhrturm an der Bibliothek an; er ist dem alten lthrturm am Bürgerhospital genau nachgebildet, bei d'sl'u Vollendung bekanntlich Senckenberg durch einen unglücklichen Sturz nt die Tiefe am 16. November 1772 seinen Tod gesunden hat. Die Besichtigung des künstlerisch ausgefuhrt i Modells wird für jeden Frankfurter, ri 5f- l ^ rc Abwickelung unserer berühmten naturwissenschaftlichen Institute am Herzen liegt, von großem
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= Frankfurt, 27. Mai.
— Die Senckenberg-Neubauten. In der Eingangshalle hes Senckenbergischen Museums an der Bleichstraße ist für die nächsten Wochen ein Modell der an der Viktoria-Allee geplanten neuen Institute des Senckcnbergianums ausgestellt. Das Modell ist nach den Plänen der Rathausbau- ineister von Hoven und Neher angefertigt, die auch die wissenschaftlichen Jnsttute an der Viktoria-Allee gemeinsam bauen werden. Und zwar ist Baurat Neher die Ausführung des Museums der Senckenbergischen Naturforschen- oen Gesellschaft und des Auditoriengebäudes der Jügelschen t Stiftung übertragen, während Baurat von Hoven die! Neubauten des Physikalischen Vereins und der Senckenbergischen Bibliothek ausführen wird. Das ausgestellte Modell, im Maßstab 1:100, gibt ein anschauliches Bild von der stattlichen Gruppe von Bauten, die an der V i k t o r i a - A l l e e errichtet werden sollen; das naturhistorische Museum ragt mit seinem Bauwerk bereits über den Erdboden empor. Während das Physikalisch-chemische Institut mit seiner Sternwarte an den Kettenhofweg und das Bibliotheksgebäude an das Eck der Jordanstratze und der Viktoria- Allee zu liegen kommt, schließt sich das Auditoriengebäude der Jügelschen Stiftung an der Jordanstraße westlich an die Bibliothek an. Die Mitte der Fronten der Viktoria-Allee nimmt das Museum der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft ein, das durch Arkadengänge mit den Nachbarbauten verbunden ist. Für de Architektur der sämtlichen Institute hat in pietätvoller Weise der Stil der alten Senckenbergischen Bauten als Vorbild gedient.
So heimelt uns namentlich der Ilhrturm an der Bibliothek an; er ist dem alten Uhrturm am Bürgerhospital genau ; nachgebildet, bei dessen Vollendung Senckenberg durch einen > unglücklichen Sturz in die Tiefe am 15. November 1772 ■ seinen Tod gefunden hat.
Neues vom Tage.
Frankfurt, 23. Mai.
Die Scnckenberg-Neubauten.
Ein anschauliches Bild von der künftigen Gestaltung der Neubauten des Senckcnbergianums gibt das im Maßstab von 1:100 ausgeführte Modell, das nach den Plänen der Architekten v. Hoven und Neher ausgeführt und im Vestibül des Senckcnbergianums an der Bleichstraße a u s g e st e l l t ist. Der Entwurf lehnt sich stilistisch an die alten Senckenbergischen Bauten an, trägt aber in der Ausgestaltung der architektonischen Einzelheiten den neuzeitlichen Ansprüchen Rechnung.
Der Museumsbau, der durch seine stattliche Front mit den langen Fensterreihen monumental und massig wirkt, kommt unmittelbar an der Viktoria-Mee zu stehen. Ohne Anrechnung des L i ch t h o f e s , um den alle Räume gruppiert sind, wird das Museum doppelt so viel Raum bieten, als der alte Bau. Die Räume für Geologie und Mineralogie, die im alten Bau sehr kümmerlich bedacht waren, haben im Neubau bedeutende Erweiterungen zu erwarten. Die Museumsräume für Botanik und biologische Schaustellungen sind dagegen eingeschränkt, da das botanische Institut getrennt errichtet wird.
Die H ö r s ä l e sind im Vorderbau geplant und ein bequem gelegener Eingang vermittelt dem Publikum den Zutritt. Im hinteren Ouerbau finden sich die Oberlichtzimmer der Präparatoren. Der große Hörsal hat einfache Sitze für ca. 250 Zuhörer, jeder Sitz ist mit Schreibpulten versehen; der kleinere Saal faßt 114 Zuhörer. Die äußere architektonische Wirkung des Museums ist einfach; der Lichthof zeigt in den Bogenschlutzsteinen charakteristische Tierköpfe; auch eine künstlerische Widmungstafel über der Eingangshalle ist vorgesehen.
Der F e st s a a l, durch zwei Stockwerke reichend, ist mit ringsumlausenden Galerien versehen. Er faßt Raum für über 300 Zuhörer und eignet sich wegen keiner günstigen Lichtverhältnisse auch für vorübergehende Schaustellungen.
Das Museum und das Auditoriumgebäude der Jügcl- Stiftung wird nach Nehcrs Entwürfen erbaut, während Bibliothek und Physikalischer Vereinsbau von v. Hoven errichtet wird. Die drei Hauptgebäude sind, wie aus dem Modell ersichtlich, durch hübsche Arkadengänge verbunden, die als Abschluß nach der Straße hin und als Ueberdachung der Scitcneingänge dienen. Ueber dem Eingang des physikalischen Instituts erhebt sich der kuppelförmige Aufbau der Sternwarte; bei der Bibliothek gibt der 11 h r t u r m , der dem alten barocken Uhrturm am Senckenbergischen Bürgerhospital getreu nachgebildet ist, den oberen Abschluß. Aus den Details des Modells ist auch der genaue Lageplan der Grundfläche, auf der sich die Bauten erheben werden, ersichtlich. Die Haupt- und Ostfront liegt an der Viktoria-Allee, südlich vom Kcttenhofweg. nördlich an der Jordanstraße und stößt westlich an die alte Bockcn- heimer Gemarkungsgrenze. ' ....
Ursprünglich bestand bekanntlich die Absicht, ie Senckenbergischen Bauten durch einen großen -lnba Stelle des gegenwärtigen botanischen Gar.ens 3“ 8 '
tzern und den neuzeitlichen Anforderungen anzup ,s , war bereits ein detailliertes Projekt ausgearbe tet Wer diese früheren Pläne mit dem hier “ e )]ö
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