Heil dem Kaiser! Heil dem Reiche!
Freunde, hebt die vollen Becher, Leert sie jubelnd, wackre Zecher, Auf des Vaterlandes Wohl!
Heil dem Kaiser! Heil dem Reiche! Nimmer wanke, nimmer weiche Deine Zier, Germania 1
Mel.: Prinz Eugenius.
Friede herrscht, gepaart mit Stärke, Schirmt des Wissens ernste Werke, Schirmt der Wahrheit freien Glanz. Rüstig forschen tausend Meister: Auch im lichten Reich der Geister Führt den Zug Germania.
Darum hebt die vollen Becher,
Leert sie jubelnd, wackre Zecher, Auf des Vaterlandes Wohl!
Heil dem Kaiser! Heil dem Reiche 1 Nimmer wanke, nimmer weiche Unser Hort — Germania!
Hoch Frankfurt!
Frankfurt, o du schöne Stadt am Maine 1 j Dir vor allen Städten sei der Preis, j
Denn in tausendjährigem Ruhmesscheine 1 Blüh’n dir Eichenlaub und Lorbeerreis. J
Dir in unsrer Brust glüht in stolzer Lust j Unser Aller Liehe treu und heiß.
Dir, der Kaiserstadt in alten Zeiten,
Zollet Ehrfurcht jeder deutsche Mann.
Wer kann wohl durch deine Straßen schreiten Unberührt von der Erinn’rung Bann? Überall, fürwahr, sieht man sonnenklar Dir noch heut die alten Ehren an.
Mel.: Sind wir nicht zur Herrlichkeit gehören.
Und so blühst du herrlich allerwegen, Kerngesund in jugendlicher Kraft.
Wohl weisst du der Väter Geist zu pflegen Und was dir in Zukunft Segen schafft.
Dir gebührt der Preis durch der Bürger Fleiß In Gewerbe, Kunst und Wissenschaft.
Freudig laßt uns drum die Gläser heben I Stimmet in den Ruf frohlockend ein:
Unser teures Frankfurt, es soll leben, Allezeit uns blühen und gedeihn!
Und mit Herz und Hand, wie dem Vaterland Wollen wir ihm unser Leben weih’nl
E. Böcker.