Durch die Wetterkarte halten wir auch erfahren, dass die Oyklonc von WSW nach ONO fortge­schritten ist, denn nach der Isobarenkarte vom vorhergehenden Tage lag sie über dem nördlichen Teile der britischen Inseln, diese Erfahrung wird

Wetterkarte und -Bericht vom 19. Februar. JS32.

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handeln. Für jetzt, handelt es sich darum, die mechanischen Ursachen der eigenartigen Luftbe­wegung in einem cyklonalen und in einem airti- cyklonalen Gebiete kurz zu erörtern.

0 . Mittels der Fig. 8

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wollen wir die Kräfte aufsuchen, die ein Luftteil­chen a zwingen, sich in der krum­men Windbahn ae fortzubewegen.

Es sei ac der Gra­dient nach Rich­lind Stärke, ängs dieser Linie

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wirkt die Kraft, die das Luftteil­chen a nach dem Centrum der Cy­klone zu treiben sucht. Nehmen wir an, der Gradient sei von S nach X

gerichtet, so kommt a von Süden her, also von Orten, die grössere Umfangsgeschwindigkeit haben. Vermöge derselben eilt es, je weiter es nach Norden vordringt, immer mehr nach Osten vor, es sucht nach O auszuweichen. Es wird mit anderen Worten von seinem Wege nach dem Centrum durch die Erdrotation abgelenkt. I)a die Luftverdünnung im Centrum, also die Gradientkraft fortwirkt, so kommt eine zweite ablenkende Kraft hinzu, die C e n t r i f u g a 1 k r a f t, die sich hei dem Luftteilchen ebenfalls als Druck

man nun hei jeder Cyklone machen, obgleich es auch Abweichungen giebt; die meisten wandern vom atlantischen Meere nach dem europäischen Kontinent. Die Ursachen des west-östlichen Wanderns werde ich im folgenden Abschnitte be-

Wetterkarte und «Bericht vom 24. Februar 1882

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nach aussen, d. h. nach Osten äussert. ln der Figur stellt die Gerade ad die Summe der beiden ablenkenden Kräfte dar und nun ergiebt sich aus dem Parallelogramm der Kräfte ac und ad sofort die Rahn, die a einschlagen muss, nämlich die Diagonale ab. Ist a in b angelangt, so wiederholt sich der Vorgang, der sich beliebig weit fortsetzen lässt, so dass a successive nach ln, hs usw. ge­langt. Denkt man sich die Strecken ab, b In, bi ln usw. immer kleiner, so entsteht die Kurve' ae.

Die Luftbewegung in einer Anticyklone gestal­tet sich folgendermassen. Da das Druckgefälle vom centralen Teile aus nach den äusseren Randgebieten liegt, so sind auch die Windbahnen nach aussen gerichtet und deswegen, von der Erdrotation rechts abgelenkt, ge- ^ +

krümmt, aber im entgegengesetzten v|_i ? j Sinne, wie die in einer Oyklone. I Die spiralige Formder AVindbahnen Ar "/ einer Oyklone kommt bei der Anti- Oyklone nicht zustande. Die schematische Fig. 9 giebt eine Anschauung davon.

Aus den Figuren 5 und 9 ergeben sich zwei Regeln zur Bestimmung der geographischen Lage einer Oyklone oder einer Anticyklone mit Bezug auf den Ort des Beobachters.

Kehrt man hei fallendem Barometer dem Winde den Rücken, so liegt das Oentrum der Oy­klone links und etwas nach vorn. Bei steigendem Barometer liegt dann das Oentrum der Anticyklone rechts und etwas nach hinten. Die Windbahnen laufen in einer Oyklone in entgegengesetzter Richtung des Uhr­zeigers und in einer Anticyklone in derselben Richtung wie der Uhrzeiger.

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