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in Anschluß an die bestehenden Anstalten ins Leben zu rufen. Wenn man schon ins Auge gefaßt hat, eine medizinische Fachschule für promovierte Aerzte zu organisieren, so ist nicht abzusehen, inwiefern sich nicht die Errichtung einer Vollfakultät ermöglichen läßt, denn wenn die geplante Fortbildungsschule für Fachgelehrte von Bedeutung sein will, muß sie doch noch in höherem Grade für alle Einrichtungen und Forschungsmittel der modernen Wissenschaft Vorkehrung treffen, als eine Anstalt, die zunächst und hauptsächlich dem elementaren Unterricht dienen soll. Es kann hier nicht der Ort sein im einzelnen Vorschläge für die Organisation zu machen, aber wenn man die Entwickelung des Hochschulwesens verfolgt und sieht, wie der Schwer­punkt des Unterrichts sich immer mehr in die Kliniken, Laboratorien und Seminare verlegt, so weist dies von selbst darauf hin, daß es bei einer Neuorganisation weniger darauf ankommt, sofort zahlreiche Lehrstühle zu gründen und sie mit Trägern glänzender Namen zu besetzen, als zunächst Arbeitsstätten zu schaffen und tüchtige Lehrer zu berufen. Auch ist durchaus nicht notwendig, bei der Ausstattung der Lehrmittel und Anstalten sofort mit den großen Zentral- Universitäten in Wettbewerb treten zu wollen. Warnt man doch schon von mancher Seite vor einem Übermaß bei der Dotierung der naturwissenschaftlichen Institute. So zitiert Paulsen in seinem BucheDie Deutschen Universitäten" einen Ausspruch Räumers: Der überschwengliche Reichtum manchen Apparats auf größeren Universitäten ist selbst dem Lehrzweck hinderlich. Die Schüler sind nicht imstande, die Masse geistig zu bewältigen, kann ja ein Licht ebensowohl durch Überfluß als durch Mangel an Öl erlöschen." Die Hauptsache ist zunächst, eine Organisation zu schaffen. Ist das erst einmal der Fall, so werden ihr sicherlich, wie schon bisher er­hebliche Summen von privater Seite zur Verfügung gestellt worden sind, auch weiterhin reiche Spenden zufließen. Wie in Amerika die großen Universitäten fast ausschließlich der Privatwohltätigkeit ihre Existenz verdanken, so wird auch der oft gerühmte Frankfurter Gemeinsinn sich neu bewähren und dem jungen Kinde der Musen zum Wachsen und Gedeihen helfen.