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cnwr l ^ ereit nn ^ CV = ltn ^ Senckenbergstraße. ^teUetcf) 1 wenn den vornehmen Wissenschaftlern die Gegend nicht ün de siede wäre, könnte man solche Herren viel­leicht inErtra-Wifsenschaftler-Wagen" elektrisch'ois aii das Hans fahren, daniit sie ja niemand in so profanen Vierteln zu sehen bekommt.

Das Westend hat Hnnptbahnhof mrd Palmengarten, das Ostend den Zoologischen, Bornheiin seinen Günthersbnrg- I park und Sachsenhausen ben Wald und die Forsthänser. I Erhielte das Nordend den erweiterten Botanischen Garten und das Museuni, so iväre dieses ein Anfang zur Hebung dieses (trotz seiner Ring- und soiistigeii Riesenstraßen) ver­kehrsarmen Stadtquartiers.

Würde die Verlegung für beide Vereinsgebäude in die Außensladt iricht statthaft gefuiideii, daiii, könnte vielleicht das du Fay'sche Haus aii der Reuen Mainzerstraße er­worben und zu einem neuen Museuin uingebaut werden; Platz wäre genug, da er sich nach der Prvnienade zu er­weitert. Es bekäme helle Räume und die Stadt könnte den nicht für Milseumszwecke nötigen Teil der Liegenschaft zur Promenade zuziehen. Wenn Herr Dr. Weizsäcker, der Leiter des Städel'schen Instituts, eine große Menge Gemälde, die viele Jahre in beit Sälen hingen, entfernte niid ans die Rmnpelkanimer gestellt hat, so wird auch die Sencken- bergische Naturforschende Gesellschaft manches Minderwertige ausscheiden können, um Platz zu gewiiiiien. Man muß nur wollen! Für den physikalischen Verein könnten sich vor l dem Eschenheimer Thor die Häuser des Trambahnamts (mit Widerbauen bis zum Hoch'schen Conservatorium und etwas | Herausrücken auf der einen Seite nach der Bvckenheimer An­lage zu), vielleicht eignen; diese Häuser sind nämlich städtisch.

Wenn jedoch die Forderungen dieser sogenannten Tochter- anstaltcn so hohe sind, daß solche die Mntteranstalt das ist die Lüftung für Krankenpflege so ungemein schwächen würde, oder wenn der Stadtsäckel bei ohnedies hochgespanntem Etat auf ungebührliche Weise in Anspruch genommen würde, so bin ich entschieden gegen die allzugroße Unterstützung dieser hochmütig gewordenen Töchter, Senckenbergische Mnseums-Gesellschast und Physikalischer Verein. Sie mögen sich bescheiden mit der kleineren Mitgift, welche ihnen die Mutter die Senckenbergische Stiftsverwaltung geben kann. Mit ihrem eigenen Vermögen könnten sie bauen !und ihre schwerreichen Mitglieder sollten ihnen ein ge­nügendes Jnsatzkapital zu 3'/z oder gar 3 pCt. geben und es wird gehen.

| Die Verlegung des Hospitals ist überhaupt nicht so not- ! wendig, denn alle anderen Spitäler liegen ja in der Stadt. So.an Königswarter-, Gauß-, Gutzkow-, Lange­straße, sogar dicht an der Promenade. Warum findet i matt es dort nicht unstatthaft? Luft ist genug amBürgcr- I spital und wenn der kleine Teil, der zur Senckenbergstraßen- erweiterung notwendig werden sollte, fortgenommen werden ^muß, so kann das die Stiftung nicht allzusehr alterieren. Mlf keinem Fall, wenn das Spital an den Ribelungen- 'rina verlegt werden soll, dürfte man das für gewerblicheZwecke j,so außerordentlich wertvolle jetzigeStiftnngsgelündw für wissen­schaftliche Institute in Anspruch nehmen. Das Stadtinnere wr den Verkehr - für die Wisse,lschast die Außenstadt, ^kn die City von London wiirde es niemand emsallen, Gebäude, welche der Wissenschaft dienen sollen zu bauen; dort berrscht die Kaufmannschaft das Geschäft. Unser Stadtkern ist klein gegeniiber der Außenstadt und Letztere rnäcküt immer mehr. Darnnr hinaus mit der Wißenschaft, nicht in"dm"aUzuengen Stadtkern! Auf keinen, Fall Ber. quickung mit der Jügel'schen Erbschaftssnmme.

Wenn man dann das ganze Gelände des jetzigen Büraerspitals einschließlich aller Gebäude nach vorher- ^ooonaener Parzellierung des Bodens veräußerte, so er­hielte ^das Senckenbergische Stift reichlich die Mittel, die Uebersiedluna seines Spitals nach dem Ribelungeurmg zu bewerkstelligen. Eine noch viel bessere Verwendung des Stiftungsvermögens Mschen MAch-Jmd^Senckonbergstniße

wäre es, wenn die Stadt das Terrain ankaufte und dor eine zweite große Markthalle errichtete, ebenso eine ständisch große Gewerbehalle. Zn den Gallerien der beiden könnt,, man von der Vleichstraße ans glatt hinüber gehen und a> der Senckenbergstraße ans Treppen abwärts. Die Ansahrtei würden äußerst bequem von allen (Seiten sein, im Gegen satz zur jetzigen Markthalle, wo die Anfahrten wahrhass lebensgefährlich sind, besonders noch dann, wenn einst '' Elektrische Straßenbahn bis zum Domplatz geführt werde sollte. Elektrische Trambahnen mit Marktwagen von d-- Außenorten morgens und abends bis zur Markthalle n die ganze Gegend zu einem Geschäftsviertel ersten Ram.? machen. Vielen Handwerkern und Kaufleuten wären äcch. wertvolle Kauflüden und Werkstätten zu bieten. Die a Markthalle bliebe dem Detailhandel, die neue dem E- und Kleinhandel. Auch die Fischhalle würde hier günft. mit Kellerräumen bis unter die Bleichstraße zn plaziem sein. Ebenso böte die Gewerbehalle den Schwindelbazach eine wirksame Konkurrenz. Die Markthalle in der Triersckri Gasse würde sich vortrefflich zu Wohn- und Geschäftshäup eignen und der Ledernmrkt könnte in die Börnestraße kommen wo jetzt der Fischmarkt ist Kurz, es würde für alle Teil ein gutes Geschäft sein.

Ich stelle dieses alles den Behörden und besonder meinen Herren Kollegen zum Nachdenken anheim. Mög man meinen Vorschlag ernstlich prüfen, aus keinem Fall aber sich wieder überrumpeln lassen!

Darum sei jeder Stadtverordnete in der nächste: Dienstagsitzung am Platze. Ein Fehlen ohne genügenf Entschuldigung ist Verrat am Gemeindewesen Frankfurts Namentliche Abstimmung muß stattfinden; Niemand solu Interessiertheit vorschützen!

Hochachtungsvoll I. H. Hettler.

Zwei Stadtverordnete !

Herr Grüder und Herr Kämpf beschwerden sich bei deir Römerkatzenschreiber" über dessen Bemerkung imRömer knter No. 16. Ich habe über Ersteren gesagt:Bei ds Hellerhofangelegenheit habe sich derselbe der Abstimmung enthalten, weil er, wie er selbst in der Stadtverordneten Versammlung sagte, bei der Sache interessirt sei." Hep Grüder erwiderte mir, daß er weder für Holzmann, das ist die Internationale Bau- und Eisenbahngesellschaft, noh für die Stadt Arbeit mache, seine Interessiertheit bestehe ü dem Besitz von 6000 Mk. Internationale Bau- und Eisey bahngesellschafts-Aktien. Ob das ein triftiger Grund iss: sich in einer so schwer wiegenden, die Stadt schädigende Angelegenheit der Abstimmung zu enthalten, überlasse m der öffentlichen Meinung. Meines Erachtens dürfte dff Besitz einer für einen so wohlhabenden Mann kleine! Summe nicht abhalten, abzustimmen.

Betreffs Herrn Kämpf sagte ich, daß derselbe, als e zur Abstimmung in der Jügel'schen Stiftungsangelegenheil gekommen sei. den Saal verlassen habe, weil er wege: Unterhaltung der Leitung der elektrischen Beleuchtung de Opernhauses und der Anlage einer ebensolchen im neuer Schauspielhaus vielleicht Rücksicht genommen habe. Heu Kämpf erwiderte, daß er weder im Schauspielhaus di. neue Leitung zn machen habe, noch im Opernhaus solch heute noch unterhalte, ja er habe es sogar schriftlich abgelehnl ein öffentliches städtisches Amt irgendwelcher Art anzunehmeii

Ich habe keinen Grund, diese Angaben zn bezweifeln und berichtige dieses hiermit gerne. Nur war es mir etwas merkwürdig, daß Herr Kämpf und ein anderer industrieller Stadtverordneter grade im Moment einer hoch­wichtigen, vom Magistrat besonders befürworteten An­gelegenheit, wie die Jügel'sche Universitätssache, plötzlich ans Telephon gerufen wurden, um erst nach der Abstimmung wieder zu erscheinen.

Doch ist auch dieses aufgeklärt, da Herr Kämpf in der letzten Sitzung bei der Jiigel'schen Angelegenheit (Ge­nehmigung der Satzungen) seinNein" stimmte.

akrlafTuub für die Redaktion verantwortlich I. H- Hettler. Druck von l£. E. Schock, beide in Frankfurt a. M.