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seines Wohnsitzes daselbst. In der Liste der Rechtsanwälte sind gelöscht: der Rechtsanwalt. Jnstizrath Toelle bei dem Landgericht in Schneidemühl, der Rechtsanwalt. Justizrath Tronimcr bei dem Amtsgericht in Strasburg Westpr.. der Rechtsanwalt Dr. Grohmann bei dem Aintsgericht in Anger­burg, der Rechtsanwalt Huguenin bei dem Amtsgericht in Bialla. der Rechtsanwalt Dr. Sanio bei dem Amtsgericht in Guttstadt. der Rechtsanwalt Halle bei dem Amtsgericht in Ncuhaldensleben. der Rechtsanwalt Michaelsohn bei dem Amtsgericht in Schroda. In die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen: der Rechtsanwalt Halle aus Neuhaldens­leben bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Magde­burg. der Gerichtsassessor Dr. Leo Cohn bei dem Landgericht II in Berlin, der Eerichtsassessor Brieger bei dem Landgericht in Gleiwih, der Gerichtsassessor Albert Martin bei dem Landgericht in Cassel, der Gerichtsassessor Erich Fried­länder bei dem Amtsgericht in Charlottenburg, der Eerichts­assessor Patrzek und der Gerichtsassessor Kosterlitz bei dem Amtsgericht in Königshütte, der Gerichtsassessor Kihn bei dem Amtsgericht in Bischofsburg. Zu Gerichtsassessoren sind ernannt: die Referendare Klinke und Dr. Weiß im Bezirk des Kammergerichts, der Referendar Krause im Bezirk des Oberlandesgerichts zu Breslau, der Referendar Müller im Bezirk des Oberlandesgerichts zu Celle, die Reserendare Dr. Wex und Dr. Brodzina im Bezirk des Oberlandes­gerichts zu Köln, die Referendare Lippe und Ebbing im Bezirk des Obcrlandesgerichts zu Hamm, die Referendare Siegel, Schulz und Dr. Siehr im Bezirk des Oberlandes­gerichts zu Königsberg i. Pr. Die Gerichtsassessoren Rein­hard und Eissengarthen sind in Folge ihrer Uebernahme in die landwirthschaftliche Verwaltung aus dem Justizdienste geschieden. Ten Gerichtsassessoren Laue. Dr. Heuser und Spatz ist behufs Uebertritts zur Provinzialverwaltung die nachgesuchte Entlassung aus dem Justizdienste ertheiit. Der Gerichtsassessor Dr. Otto ist gestorben.

E Gestern feierte Herr Adam Koch sein vierzig­jähriges Dienstjubiläum als Custos am Museuni -der Senckenbergischen naturforfchendcn Gesellschaft. Der -erste Direktor begrüßte im Sitzungszimmer der Gesell­schaft, woselbst sich eine größere Zahl von Mitgliedern ein- f gefunden hatte, den Jubilar, betonte namentlich dessen f Pflichttreue und überreichte ihm im Aufträge der Gesell- . schaft eine Ehrengabe. Der Jubilar dankte gerührt für . die ihm bewiesene Anerkennung. Leider gesellte sich zu dieser schönen Feier die Trauerkunde von dem Ableben des früheren Kustoden, Herrn Theodor Erckel. Theodor Erckel. am 29. Januar 1811 geboren, trat schon in seinem 15. Lebensjahre in das Museum ein und gehörte j ihm bis 1880, also 55 Jahre, an. Sein ganzes Streben war . der Erhaltung und Derniehrung der Sammlungen gewidmet, t und wenn es galt, Lücken in der ihm ans Herz ge- [ wachscnen Vogelsammlung auszufüllen, so scheute er selbst s vor eigenen Geldopfern nicht zurück. Als junger Mann i von zwanzig Jahren begleitete er im Aufträge der ! Senckenbergischen Gesellschaft Rüppell auf seinen Reisen | in Egypten und Abhssinien, und die zoologischen Schätze j der Rüppell'schen Ausbeute sind vornehmlich von ihm ; präparirt worden. Bei Gelegenheit seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums wurde Erckel zum außerordentlichen Ehrenmitglied der Senckenbergischen Gesellschaft ernannt. Sein Interesse für die Sammlungen des Museums be­wahrte er sich, auch nachdem er in den Ruhestand getreten war, unvermindert bis an sein Lebensende. Selbst in der letzten Zeit, als ihm seine Augen beinahe schon ganz den Dienst versagten, bemühte er sich noch, sich an den Neu­

erwerbungen durch eigene Betrachtung zu erfreuen. Ehre seinem Andenken!

Zivei Mitglieder des Rudervereins fuhren am ersten Feiertag Nachmittag während heftigen Windes mit einem Segelboote auf dem Main und schlugen unterhalb der alten Brücke mit dem Boote um, sodaß sie ins Wasser fielen. Einer der Insassen konnte sich durch Schwimmen nach dem Ufer retten, während dem anderen der Kapitän des Schwanheimer Dampsbootes und dessen Sohn mit einem Nachen zu Hülfe eilten und ihn aufs Trockene brachten. Einige Stunden später l >Pte ebenfalls in Folge des hohen Wellenganges oberhalb der Obermain­brücke ein anderes Segelboot »m. das von fünf Personen besetzt war, die dadurch in die Gefahr des Ertrinkens ge- riethen. Dreien gelang es, sich selbst zu retten, während den beiden anderen durch Nachen vom Ufer aus die nöthige Hülse gebracht werden mußte. Zwei Verunglückte, welche zu derselben Zeit mit einem sogenanntenDollen" auf dem Main umgeschlagen waren, wurden von dem Sohne eines Vootsbauers in Sachsenhansen gerettet.

Gestern Mittag wurde die kleinste der alten Glocken vom Nikolai-Kirchthurm herabgelassen, die beiden anderen folgen heute nach.

In Frankfurt a. M., einschließlich des Stadtbezirks Bockenheim, starben in der Woche vom 11. bis 17. April, abgesehen von 2 todtgcborencn Kindern, 86 Personen, und zwar im Alter unter einem Jahre 17. zwischen 1 und 5 Jahren 11, zwischen 5 und 10 Jahren 2, zwischen 10 und 20 Jahren 3, zwischen 20 und 30 Jahren 6. zwischen 30 und 40 Jahren 5, zwischen 40 und 50 Jahren 9, zwischen 50 und 60 Jahren 11. zwischen 60 und 70 Jahren 10, zwischen 70 und 80 Jahren 6, zwischen 80 und 90 Jahren 5, zwischen 90 und 100 Jahren 1. Von den erwachsenen Personen waren 17 im ledigen Stande, 22 verheirathet und 16 verwittwet. 59 Personen starben in Privathäusern der Stadt, 24 in den Hospitälern, 1 auf dem Transport nach dem städtischen Krankenhanse, 1 wurde im Stadt­wald todt aufgefunden und 1 todt aus dem Main gelandet. Nach den Stadttheilen vertheilen sich die Todesfälle folgender­maßen: 27 kamen auf die Innenstadt, 29 auf die Außenstadt, 15 auf Sachseuhausen. 8 auf Bornheim und 7 auf Bockenheim. Von den 86 Verstorbenen waren 59 männlichen und 27 weiblichen Geschlechts. Berechnet man die Sterblichkeitszisfer auf je tausend Einwohner und auf das Jahr, so ist der Promillesatz für die Woche vom 11. bis 17. April 18,7. In demselben Zeitraum wurden durch die beiden Standesämter 89 Ehen 'ge­schlossen; außerdem kamen 156 Geburten zur Anzeige.

Die Trambahn hatte am zweiten Feiertage Abends des starken Verkehrs wegen 25 Wagen vom Hauptbahnhofe nach allen Richtungen einschieben lassen. In der Bleideustraße wurde gestern ein vor einem Laden haltender beladener Rollwagen von einem vorüber- sahrenden Fleischtransportwagen angerannt, sodaß die Stückgüter vom Rollwagen herabstürzten und die Erker­scheibe des Ladens zertrümmerten.

In wenigen Wochen wird Herr Professor K a u p e r t Frankfurt verlassen, wo er als Lehrer der Bildhauerkunst am Städel'schen Kuustiustitut und sodann