Vortragender geht zunächst auf die geographischen iin8 geologischen Verhältnisse der skandinavischen Halbinsel ein.' An der Hand seiner Beobachtungen schildert er die eigen- thümlichen Gebirgsverhältnissc Norwegens. Er erläutert den Plateaucharakter an der Westküste an einer Tour über die Schneefläche des Folgeford, charakterisirt die alpinen Gebirgserhebungen an einem Besuch des Sulitelma-Ge- biets in den lappischen Alpen und ging dann auf die Fjords und Schären ein.

Die säkularen Hebungen der Halbinsel wurden vom Vortragenden besonders an den Strandlinien in der Nähe von Trondhjem, sowie an den Flußterrassenbildungen an dem Thale, welches bei Laerdalsören in den Sognefjord mündet, beobachtet.

Redner schildert alsdann die drei Haupteinnahmequellen Schwedens und Norwegens.

Vor allem ist es die Fischerei, der Fang des Dorschs und Härings, von der die Bewohner der norwegischen Westküste leben. Das südliche Norwegen, sowie Schweden: haben einen reichen Ertrag aus den Holzvorräthen. 1 Einen bedeutenden Schatz besitzt ferner die Halbinsel an: ihren Erzvorräthen; reiche Silbervorkommen befinden sich besonders in Kongsberg, und jedem, der den Telemarkew .durchreist, muß es auflallen, welche Fülle von Silber-^ schmuck und Silbergeräthen die Einwohner besitzen. Das wichtigste der Bergwerke Schwedens ist Sala, wo Redner Gelegenheit hatte, das. Russel'sche Extraktionsverfahren

' mittelst'Nätnum-Kupferhyposulfit kennen zu lernen. ;

Die auf die Halden geworfenen, früher für werthlos gehaltenen Abfälle werden mittelst dieses Verfahrens nochmals auf Silber verarbeitet.

, Reich ist die Halbinsel an Kupfer-Bergwerken. In ^Norwegen sind es besonders die Gruben am Röros so­wie Sulitelma, nicht weit von Bodoe. Die Ausbeutung der Suütelmagruben begann erst im Jahre 1887 und jetzt sind dort bereits 500600 Arbeiter beschäftigt, die unterstützt von den besten maschinellen Hülfsmitteln, iw diesem Jahre bereits 30,000 Tonnen Kupferkies gefördert ^habcn und ein Drittel davon an Ort und Stelle auf Kupferstein verarbeiten.

j Die historisch bemerkeuswertheste von allen Kupfer- ! gruben und Hütten ist Falun. Es kommt dort neben Kupferkies auch ziemlich viel Zinkblende vor.

Die Erze erleiden schon in dem Bergwerke Zersetzung und die Gruben bieten bei der Lampcnbeleuchtung theil- weise einen prächtigen Anblick, in Folge der zahlreichen^ l Stalaktiten-Bildungen aus Eisen-, Kupfer-, und Zinkvitriol.

; Die Erze werden an Ort und Stelle vermittelst der Chlorirenden-Röstung" verarbeitet, durch welche Methode es relativ einfach ist, Kupfer, Silber und Gold zu trennen.,1

Den Schluß des Vortrages bildete eine Schilderung der' Elsenbergwerke von Gellivara in der Lappmark unter dem 6 7. Breit eg rad, die Woh l die gr ößten der Welt find .

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