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Oje Gesellschaft hatte, abgesehen von der Unterstützung der .«nannten spanischen Reise, im verflossenen Berichtsjahre über wei Preise und ein Stipendium zu verfügen. Davon der Tiedemann-Preis, vergeben. Für den

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nbem Preis, aus der v. Remach-Stiftung, für eine alogische, paläontolige oder mineralogische lrbeit aus unserm Gebiete sowie für das Stipendium ns den Erträgnissen der Rüppell-Stiftung zu einer Reise lach den Molukken, werden die Meldungen noch ent­egengenommen.

Um 2 Uhr fand im Zoologischen Garten das Festessen tatt,ba§ in gemächlichster Weise verlief. Dem Musikdirigenten, Jerrn Carl, welcher seit 1853 für die Tafelmusik sorgt und n'e' Gesänge begleitet, wurde ein Trinkspruch und ein kleines Indenten gewidmet. Nach Tische versammelte sich die Ge- ellschaft in der Loggia zum Kaffee, zu dem auch die Damen »ietev Festtheilnehmer sich einsanden, und zum Schlüsse der chönen Feier wurde ein Gang durch den Garten unter Leitung des Herrn Direktor Steitz unternommen.

Aus der Nähe.

L Darmstadt. 28. Mai. Der hiesige Bizykle-Klub lieft heute auf seiner erst voriges Jahr erbauten Rennbahn >as diesjährige Fr ü h j a h r s - W e 11 sa hr e n ab. Die Tribünen mren dicht besitzt. Der Verlauf der einzelnen Rennen war olgender: Im Eröffnungssahren. 3000 Meter, siegte Oskar Reitling, V.-Kl. Mannheim, in 4 Min. 57 Sek. über Aug. öabich. R.-V. Mannheim, in 4 Min. 57'/° Sek. Dritter war vi. Herth, B.-K. Offenbach, in 4 Min. 58 Sek. Erstfahren. M0 Meter. I. Lauf. Erster wurde Eugen Ellgaß, R.-V. sriedberg, in 3 Min. 30'/» Sek., Zweiter Georg Kolb, II--2S. Rüsselsheim, in 3 Minuten 31 Sekunden, Dritter fonr. Lautermann. R.-V. Darmstadt, in 3 Minuten 12 Sekunden. II. Lauf. Erster Carl Biermann, B.-Kl. Darm- tadt. in 3 Min. 34°/» Sek., Zweiter Louis Gutjahr. V.-Kl. Neu­isenburg. in 3 Min. 40 Sek.. Dritter Will). Friedrich,' R.-V. jriedberg, in 3 Min. 42 Sek. Fahren um die Meisterschaft um Hessen auf dem Niederrad. 5000 Meter. Erster wurde N. Herth, B.-Kl. Offenbach. in 8 Min. 54'/» Sek. gegen Fritz )pel, B.-Kl. Frankfurt und R.-V. Rüsselsheim, in 8 Min. > 4 % Sek., Dritter Otto Mees. B.-Kl. Offenbach, in 8 Min. >6 Sek. Entscheidungslauf zum Erstfahren: Erster Georg Kolb. i..V. Rüsselsheim, in 3 Min. 34°/» Sek., Zweiter Eugen Ellgaß. i.-V. Fricdberg. in 3 Min. 34> Sek.. Dritter Konrad Lauter- aann. R.-V. Darmstadt, in 8 Min. 40 Sek. Vereinsfahren cs Radfahrer-Vercins Darmstadt, 2000 Meter. Erster August sielsenbein. 0 Meter, in 3 Min. 34°/» Sek.. Zweiter C. Lauter- luuiii, 40 Meter, in 3 Min. 35 Sek., Dritter Georg Schecker, Meter, 3 Min. 36 Sek. Zweiradfahren mit Vorgabe. M0 Meter. I. Lauf. Erster Oskar Breitling. Vek.-Kl. Mann- ->m. 0 Meter, in 4 Min. 52 Sek. Zweiter Aug. Habich. R.-V. linimheim, 0 Meter, in 4 Min. 62°/° Sek. Dritter M. Herth. 1-Kl. Offenbach. 50 Meter, in 4 Min. 53°/° Sek. II. Lauf.

Ellgaß. R.-V. Friedberg, 250 Meter, in 4 Min. 50 Sek.. Miter K. Mäher. B.-Kl. Frankfurt, 80 Meter, in 4 Min. lvSek.. Dritter Max Retemeher. B.-Kl. Frankfurt. 150 Meter, n 4 Min. 58 Sek. Hochradfahren. 3000 Meter, Erster Retemeher, B.-Kl. Frankfurt, in 5 Win. 40'/° Sek.. Zweiter llcx Pctitjean. R.-V. Wiesbaden, in 5 Min. 41'/- Sek.. Dritter )!>»8 Schmauk, B.-Kl, Frankfurt, in 5 Min. 42 Sek. iWiidfahreu. 1000 Meter. Erster Ludwig Opel-RüffelSheim ' l: 1 Minuten 52°/» Sekunden, Zweiter Adolf Heiß- nermstadt in 1 Minute 53°/» Sekunden, Dritter Jacob niedrich-Friedberg in 1 Min. 54 Sek. Niederrad-Haupt- ebnen, 5000 Meter. Erster Aug. Habich, R.°V. Mannheim in

8 Min. 53°/» Sek., Zweiter Oskar Breitling. V.-Kl. Mannheim, in 8 Min. 68°/» Sek., Dritter Fritz Opel, R.-V. Rüsselsheim, in 8 Min. 53'/» Sek. Klubsahren mit Vorgabe, 2000 Meter. Erster Karl Biermann. 0 Meter, in 3 Min. 28°/» Sek., Zweiter Ernst Keil. 50 Meter, in 3 Min. 29°/» Sek.. Dritter E. Lorey. 80 Meter, in 3 Min. 29°/» Sek. Entscheidungslauf zu Zweiradfahren mit Vorgabe. Erster Eugen Ellgaß, R.-V. Fried- berg, 250 Meter, .in 4 Min. 50 Sek.. Zweiter Oskar Breitling. Vel.-Kl. Mannheim. 0 Meter, in 4 Min. 51 Sek., Dritter Aug. Habich, R.-V. Mannheim. 0 Meter, in 4 Min. 51'/- Sek.

18. Versammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege.

Würzburg, 27. Mai.

Die gestern abgehaltene Sitzung des Kongresses für Ge­sundheitspflege gehörte einer Verhandlung über die Grund­sätze richtiger Ernährung und die Mittel, ihnen bei der ärmeren Bevölkerung Geltung zu ver­schaffen. Den ersten einleitenden Vortrag hielt Privat­dozent Dr. Ludwig Pfeiffer-München. Derselbe schilderte den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Forschung über die zur Erhaltung des Körpers erforderlichen Nahrungs­mengen. Die von Voit für den Bedarf eines Arbeiters von mittlerem Körpergewicht und mittlerer Arbeitsleistung an­gegebenen Mengen von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten haben von späteren Forschern mannigfache Anfechtung er­fahren, und namentlich ist der von Voit geforderte Eiweiß­gehalt der Nahrung von anderen meist als zu hoch erachtet worden. Vortragender suchte demgegenüber, und zwar zumeist aus den Angaben der Betreffenden selber, den Nachweis zu führen, daß die Voit'schen Zahlen (118 Gramm Eiweiß, 56 Gramm Fett und 500 Gramm Kohlehydrate täglich für 70 bis 75 Kilogramm Körpergewicht) zu Recht bestehen, und daß, wenn es auch nach einigen Untersuchungen wohl möglich erscheint, den Eiweißumsatz im Körper unter Darreichung großer Mengen von Kohlehydraten herab­zusetzen, eine solche Einschränkung des Eiweißverbrauchs nicht einmal als wünschenswerth gelten darf, weil ein wirklich guter Ernährungszustand erfahrungsgemäß nur bei reich­lichem Gehalte der Nahrung an Eiweiß erzielt werden kann, und weil ein guter Ernährungszustand nicht nur die erste Vorbedingung zum Wohlbefinden und zur Zufriedenheit der Arbeiterbevölkerung, sondern auch deren bester Schuß gegen Erkrankungen ist, wie u. A. die neueren Forschungen über die Verbreitung der Seuchen gelehrt haben. Was den be­haupteten Einfluß der eiweißreichen Ernährung auf die Zu­nahme der Nervosität betrifft, so hält Redner zunächst schon die Annahme, daß die Nevosität zunehme, für noch nicht ausreichend erwiesen. Man habe erst neuerdings eine bessere Einsicht in das Wesen der Nerventhätigkeit erhalten, und es bedürfe nun längerer Beobachtungsdauer, ehe eine derartige Annahme begründet erscheine. Selbst wenn aber die Zu­nahme der Nervosität bewiesen werde, so müsse man in einer guten, also auch eiweißreichen Ernährung das beste Schutz­mittel gegen dieselbe suchen. Stadtrath Fritz Kalle- Wiesbaden ging als zweiter Redner näher auf die praktische Ausführung einer solchen Ernährung sür die unteren Klassen ein, insbesondere mit Rücksicht auf die städtische Bevölkerung, für welche eine bessere Ernährung schon um deswillen erforderlich scheine, weil dieselbe der ländlichen bei Weitem nicht ebenbürtig ist. Diese Thatsache gewinne an