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Laibach. Hierauf hielt Herr vr. ruvä. W. Stricker einen Vortrag über Gefichtsurnen. Nachdem solche Gefäße wenig beachtet in verschiedenen Museen lange be- . .wahrt worden waren, lenkte Professor Birchow in der '" Sitzung der Berliner anthropologischen Gesellschaft vom i12. März 1870 zuerst die Aufmerksamkeit ans dieselben. Solche Gesichtsu::...! waren sowohl im Nordosten Deutsch­lands, in Pvmmerellen am baltischen Meere wie in den römischen Niederlassungen am Rhein fauch in Heddernheim) gesunden worden, und Birchow war geneigt, eine Ueber- tragung elrurischer oder römischer Kunsterzeugnisse auf dem Handelswege nach dem Norden anzunehmen. Dagegen sprach Dr. Bastian schon damals die Ansicht aus, daß diese Gesäße in verschiedenen Gegenden und ursprüng­lich enstanden seien. In den späteren Sitzungen der erwähnten Gesellschaft wurde weiteres Material herbei­geschafft und in der Zeitschrift für Ethnologie besprochen. Insbesondere fand man, daß auch in Südamerika ganz ähnliche Gefäße dieser Art in der Borzeit angefertigt worden sind. In Folge dessen hat auch Mrchow die Ansicht auf­gegeben, in deH»Berfertiguug der Gefichtsurnen eine be­

sondere Kunstfertigkeit etwa der Etrusker zu sehen. Nach den gründlichen Untersuchungen von Dr. Behrendt übet die Gefichtsurnen von Pommerellen nimmt man jetzt allgHnein- an, daß diese Gesäße völlig unabhängig bei den verschieden» j sten Böllern und zu verschiedenen Zeiten entstanden sind, j Die Gefichtsurnen werden mitten unter den gewöhnlichen fl Graburnen gefunden. Merkwürdig ist, daß der Mund nur ll bei der Hälfte derselben ongedeutet ist; sie liefern aber j vielfach einen Einblick in Tracht und Sitten der betreffenden Zeit. Unter anderem lassen sie erkennen, daß die Durch» bohrung der Ohrläppchen, um Schmuck darin zu tragen, schon damals üblich war^Das Gesicht ist theit^auf dem Deckel ange­bracht. theils vertritt der Deckel die Kopfbedeckung und i das Gesicht befindet sich auf dem Halse der Urne oder 1 nimmt bei runden Urnen deren ganze Oberfläche ein.