würdiger Funde bei der Ausschachtung der Baustelle für eine Siedeiung zwischen Praunheim und Rödelheim , die Prof. DREVERMANN der eigenartigen Verhältnisse wegen selbst mehrmals besuchte.

Solche Fundein der Umgebung von Frankfurt. haben für uns naturgemäss ganz besonderes Interesse. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine grosse '. ,i Anzahl eiszeitlicher Säugetierknochen, alle an einer Stelle ausgegraben. Darunter sind Mammutstosszähne von einer Grösse, wie sie bisher aus unserer Gegend noch nicht ins Museum gekommen sind.

Im Quergang hinter dem Lichthof ist ein grosser Teil der Funde gezeigt . Merkwürdig ist, dass fast alle dabei gefundenen Röhrenknochen dar Länge nach gespalten sind, viele zeigen Schlagspuren stumpfer Instrumente, vielleicht von Steinwerkzeugen. Vermutlich hat der Urmensch diese Knochen hier zusammengebracht und die Längsspaltung beweist, dass er das Knochenmark aus den gespaltenen Knochen schlürfte.

Die Semesterschluss-Exkurslon des geologischen Instituts hat wertvolles Material aus Böhmen gebracht und durch die neueren Schürfe in der Eifel, die Prof. RICHTER vor Jahren dort begonnen hat, ist das Museums­material weiter ergänzt worden.Fünf gut erhaltene Schädel der obermiozänen Nashorngattung Chilotherium schenkte Prof. WIMAN-Upsala . Unvergleichlich ist der Reichtum und Wert, der der geologischen Abteilung durch den Erwerb der KQRFFschen &Lmmlufh C? zugeflossen ist. Jahrelang waren sehnsuchtsvolle Blicke und Gedanken auf diese Sammlung gerichtet, aber sie schien unerreich­bar, weil sie nur im Ganzen verkauft werden sollte;