sehr zu danken, dass es seine grossen Räume zu niedrigen Preisen zur Verfügung stellte, ferner gilt unser Dank den Redaktionen der Frankfurter Nachrichten und des Generalanzeigers, die das Sommer- und Winterprogramm kostenlos herstellten.
Das Eintrittsgeld in das Museum wurde im Laufe der Zeit allmählich von 50 Pf. auf 500 Milliarden Mark erhöht und erst gegen Ende des Jahres konnten wir wieder zu normalen Zahlen übergehen. Der Besuch war erfreulich rege; gegen 60 000 Besucher und fast 7000 Schüler von 208 verschiedenen Schulklassen haben im Jahr 1923 Nutzen aus unseren Schausammlungen gezogen.
Trotz aller Schwierigkeiten wurden die Arbeiten im Museum nach besten Kräften fortgesetzt. Die H&upttätig- keit der zoologischen Präparatoren wurde der Vorbereitung des neuen Reptilien- Amphibien- und Fischsaales gewidmet, während der paläontologIsche Präparator hauptsächlich mit der Neuaufstellung des Diplodocus beschäftigt war. Auch eine Ausstellung der bisher in der Schausammlung ganz vernachlässigten Molluskenabteilung ist in Vorbereitung.
Die laufenden Arbeiten konnten trotz des Personalmangels erledigt werden, wobei eine Stiftung von C. C0MMERELL in Hofen die Weiterarbeiten in der entomologischen Abteilung in dankenswerter Weise unterstützte. Die Leitung der durch den Tod von Prof. SCHAUF verwaisten mineralogischen Abteilung wurde Prof. NACKEN übertragen.
\ Neuerwerbungen sind naturgemass in der Gegen
wart besonders selten. Als hervorragend wichtig sei hervorgehoben, dass unser langjähriger Freund Dr. von GWINNER einen sechs Zentner schweren Meteoriten aus Arizona stiftete, dass durch grössere Geldbeiträge von OSCAR F. OPPENHEIMER und Dr. F. WEIL die NEUMANNsche Käfersammlung mit zahlreichen Typen aus der Scribaschen Sammlung erworben werden konnte und dass in der Paläcntologischen