Angestellten die Not möglichst fernzuhalten, indem sie für ander­weitige Beschäftigung und Extrabeihilfen Sorge trägt. Wenn es ge­lungen ist, den Etat trotzdem einigermassen auszugleichen, so ist dies in erster Linie der unermüdlichen Werbetätigkeit von Prof. DREVERMANN und seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, der verständnisvollen Mitwirkung der hiesigen Zeitungen und der Opfer­willigkeit der Frankfurter Bevölkerung zu danken, die imm^c und immer wieder einsprang, wenn die Lage ganz unhaltbar zu werden drohte. Im Laufe des Etatjahres stellte sich aber die Unmöglich­keit heraus, mit deutschen Beiträgen überhaupt auszukommen. Denn obwohl die Zahl der Mitglieder ununterbrochen stieg, obwohl eine grosse Anzahl von Frankfurter Firmen mit finanziellen Beiträgen zu Hilfe kamen, und obwohl auch fast der ganze sehr grosse Bedarf des Museums an Betriebsmaterial von solchen Firmen unberechnet gedeckt wurde, musste der Plan, das Ausland stärker zu Beiträgen zu gewinnen, mehr und mehr in den Vordergrund treten. Es wird die Aufgabe des Jahres 1923 und gewiss auch der kommenden Jahre sein, diesen Plan weiter auszuführen, wenn das Museum überhaupt als freie Stiftung der Frankfurter Bürgerschaft bestehen bleiben soll. Denn auch der Beitrag der Stadt, für dessen Bewilligung sich der Vertreter des Magistrats in unserer Verwaltung, Prof. ZIEHEN, grosse Verdienste erwarb, konnte bei der bekannten Not­lage der Stadt nicht so gross sein, um die Gesellschaft sicher zu stellen.

Von den schmerzlichen Ve r luste des Ja hr e s 1922 sind besonders zu erwähnen die Korrespondieredden Mitglieder Dr. J. DEWITZ-Metz, und Pi*of. Dr. KÜKENTHAL-Berlin; von arbei­tenden Mitgliedern ERNST CREIZENACH, der uns 1% seines Vermögens hinterliess, Sant. Rat Dr. E. von MEYER, der Stifter des GEORG­HERMANN VON MEYER-Preises und Geheimrat Dr. H. QUINCKE.

Zu korrespondierenden Mitgliedern wurden ernannt:

C. BANGERT-Kopenhagen, den die Nachricht noch kurz vor seinem Tode erreichte und Prof. Dr. A. JOHNSEN-Berlin,

2 u arbeitenden Mitgliedern : OSKAR F. OPPENHEI­MER, Dr. med. H. RASGR und Stadtrat Prof. Dr. ZIEHEN.