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KNOBLAUCH und Dr. 0. LÖW BEER, I. Schriftführer. Für die beiden folgenden Jahre 1919 und 1920 wurde Geh.Med. Rat Prof. Dr. A. KNOBLAUCH als I. Direktor und Dr. 0.

LOW BEER, dessen Wiederwahl nach den Satzungen zuläs­sig war, als I. Schriftführer gewählt.

Das Museum war vom 4. bis 25. August vollständig geschlossen.,D^r Krieg und die schlechten Verkehrs­verhältnisse haben auch auf den Museumsbesuch Ein­fluss gehabt. Es wurden nur 26670 Besucher gezählt. Soldaten und Verwundete hatten wie in den vorhergehen­den Kriegsjahren zu allen Besuchsstunden freien Ein­tritt und machten von dieser Erlaubnis fleissig Ge­brauch, doch konnten Führungen wegen Abwesenheit sämt­licher wissenschaftlicher Beamten leider nicht mehr veranstaltet werden. Infolge der ständigen Flieger­gefahr wurden besonders kostbare Stücke der Sammlungen in grössere Sicherheit gebracht. Insbesondere wurde der im Lichthof stehende riesige Diplodocus aus die­sem Grunde abgebaut, er soll möglichst in freier Mon­tierung wieder aufgestellt werden. Nach Abschluss des Waffenstillstandes wurde der fast gänzlich ausgeräumte Lichthof wieder eingeräumt. Durch Fliegerabwehrgeschos­se wurden am Dach leichte Beschädigungen angerichtet; die Gesellschaft hatte Gebäude und Sammlungen für zwei Jahre versichert. Auf Veranlassung der Metallmobil­machungsstelle musste ein grosser Teil des Dachkupfers abgeliefert werden.

Im Sommer 1918 hat durch die Gold- und Silber­scheide-Anstalt in unserem Museum zum ersten Male eine Blausäure-Vergasung der Vogelsammlung und der wissen­schaftlichen Säugetiersammlung in zwei Stockwerken zwecks Vertilgung von Motten und Anthrenus stattgefunden.