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Erwerb der HornsteinschenMine- ralien3ammlung
Prof. Dr. F. HORNSTEIN in Cassel, der am 25. März 1917 als unser ältestes Korrespondierendes Mitglied gestorben ist, hat, wie bereits mitgeteilt, eine wertvolle Mineraliensammlung hinterlassen. Er entdeckte im Jahre 1902 am Bühl bei Weimar in der Nähe Cassels einen Eisenbasalt, ähnlich dem 1872 von A. E. NORDENSKIOLD auf der grönländischen Insel Disko gefundenen, der seinerzeit allgemeines Aufsehen erregt hat. In den Jahren 1902 bis 1916 hat Prof. HORNSTEIN mit ausserordentlichem Eifer und grösster Sorgfalt wohl weit über 1000 Einschlüsse —Stücke in allen Grössen: einige Gramm bis mehrere Kilo wiegend—, zusammengebracht, unter denen das Eisen vorherrscht. Dazu kommt noch eine grosse Zahl von Magnetkies, Pyrit, Zinkblende, Magneteisen, Sillimanit, Quarz, Graphit u. a. Prof. HORNSTEIN war mit Untersuchung der Funde beschäftigt, ist aber damit nicht zum Abschluss gekommen. Eine Reihe von Analysen ist gemacht, zahlreiche Dünnschliffe hat Prof. HORNSTEIN fertigen und viele Einschlüsse schleifen und polieren lassen; Photogramme des Bühlbruches aus verschiedenen Jahren liegen vor. Der Bruch ist Jetzt ersoffen und wird wohl nicht mehr aufgetan werden. Da die Sammlung nach Angaben unseres Mineralogen Prof. SCHAUF einzigartig und von hohem wissenschaftlichem Werte ist, hat die Direktion Schritte getan, sie dem Museum zu sichern. Der Kaufpreis beträgt 10.000.- Mark.
Um diese Summe aufzubringen, hat sich Dr. LOW BEER bereit erklärt, ein Drittel des Betrags zu schenken und den ^sst auf unbestimmte Zeit zinslos zu leihen . Die Rückzahlung erfolgt durch den Erlös aus dem Verkauf von Dubletten —die in der Sammlung reichlich vorhanden sind— und durch weitere Sammlung von Beiträgen.