Unica. Äusserst reichhaltig, in etwa 3000 Arten vertreten ist die amerikanische Fauna; die Faunen von Peru und Kol1via sind in ähnlicher Vollständigkeit in keinem anderen Museum der Welt vertreten. Der wertvollste und für ein Museum erwünschteste Teil sind wohl die Kolibris, von denen circa 500 Arten und Formen vorhanden sind, während von den überhaupt bekannten höchstens 20 fehlen. Die rund 6000 Exemplare bestehen aus 5356 Bälgen und 507 ausgezeichnet montierten Kolibris. Von der äusserst seltenen Lodigesia sind 15, von der reizenden Lophornis pavoninus 12 Exemplare vorhanden. Tangaren sind in 483 Arten und 3350 Exemplaren, Pfefferfresser in 57 Arten und 234 Exemplaren vertreten. Unter den Paradiesvögeln sind 3 Pteridophora alberti, der überaus seltene Diphylodes guillelmi IIi, die Typen der Parotia berlepschi und eine prachtvolle Serie von Manucodia-Formen zu erwähnen. Ungeheuer reichhaltig sind auch die Gruppen der Tyrann!den, Formicariiden und Dendrocolaptiden. In allen Abteilungen der Sammlung gibt es seltene Arten, die in den grossen Serien vertreten sind und ein vorzügliches Tauschmaterial darstellen würden. Durch den Erwerb der Sammlung würde die Vogel Sammlung des Senckenbergischen Museums die grösste deutsche und etwa die fünft grösste der Welt werden.
Die Erben des Grafen haben dem Senckenbergischen Museum das Vorkaufsrecht auf die Sammlung eingeräumt, da ihnen bekannt war, und aus der zwischen dem Grafen und Prof, zur STRASSEN geführten Korrespondenz hervorging, dass der Graf selbst den Wunsch gehegt hatte, seine Sammlung möchte nach seinem Tode in unseren Besitz übergehen.
Prof, zur STRASSEN beantragt, den Erwerb der Sammlung im Prinzip zu genehmigen und eine gesamte Kaufsumme von etwa 55000 bis 60000 Mark vorzusehen. Er schlägt vor, eine