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Oas alte Esnckenbergische Bürgevhofpilal vom Botanischen Garten aus. Photographie von T. Z. tDglius, 18HH Archiv: Stadtgeschicktllcbes Museum
ff. ffuncker und fl. w. Tischbein im ffai>re 1772 gemalt. Ueder üie familie Senckenderg tjat uns Goethe in „Dichtung und Wahrheit" eine treffende Schilderung gegeben: „Einer bedeutenden -familie muß ich gedenken, von der ich seit meiner frühesten ffugend viel Sonüer- bares vernahm und von einigen ihrer Glieder selbst manches wunderbare erlebte; es war die Senckendergifche. Der Vater, von dem ich wenig Zu sagen weiß, war ein wohlhabender Mann. Er gatte drei Söhne. die sich in ihrer ffugend schon durchgängig als Sonderlinge auszeichneten. Dergleichen wird in einer beschränkten Stadt, wo sich niemand weder im Guten noch im Gösen hervortun soll, nicht Zum Vesten ausgenommen. Spottnamen und seltsame, sich lang im Gedächtnis erhaltende Märchen sind meistens die -frucht einer solchen Sonderbarkeit. Der Vater wohnte an der Ecke der Gasengasse, die von dem Leichen des Gauses, das einen, wenn nicht gar drei Gasen vorfletlt, den Namen führte. Man nannte daher diese drei Grüüer nur üie drei Gasen, welchen Spitznamen sie lange Leit nicht los wurden, flllein, wie große Vorzüge sich oft in der ffugend durch etwas wunderliches und Ungeschickliches on-- kündigen, so geschah es auch hier. Der älteste war der nachher so rühmlich bekannte Reichs- hosrat von Senckenderg. Der zweite ward in den Magistrat ausgenommen und zeigte vorzügliche Talente, üie er aber auf eine rabulistische, ja verruchte weise, wo nicht zum Schaden seiner Vaterstadt, doch wenigstens seiner Rollegen in der folge mißbrauchte. Der dritte Vruder, ein flrzt und ein Mann von großer Rechtschaffenheit, der aber wenig und nur in vornehmen Gäusern praktizierte, behielt dis in sein höchstes fllter immer ein etwas wunderliches fleußere. Er war immer sehr nett gekleidet, und man sah ihn nie anders auf der Straße als in Schuhen und Strümpfen und einer wohlgepuderten Lockenperücke, den Gut unterm flrm. Er ging schnell, doch mit einem seltsamen Schwanken vor sich hin, so daß er bald aus dieser, bald aus sener Seite der Straße sich befand und im Gehen ein Lickzack
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